Vorfreude: Vertreterinnen und Vertreter der Zuse-Schule, der OBCC und ihre Gäste vor der Übergabe der Tablets.
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Vorfreude: Vertreterinnen und Vertreter der Zuse-Schule, der OBCC und ihre Gäste vor der Übergabe der Tablets.

Kooperation mit OBCC

Neue Ausbildungswege an Hünfelder Zuse-Schule: Tablet-Rechner für zwei Klassen

  • Hartmut Zimmermann
    VonHartmut Zimmermann
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Die zukünftigen Verwaltungsfachangestellten werden jetzt an der Hünfelder Konrad-Zuse-Schule neue Ausbildungswege gehen: Sie wurden am Dienstag vom Fuldaer Unternehmen OBCC mit Tablet-Computern ausgestattet, auf der sie ihre Lern- und Lehr-Software finden.

Hünfeld - Als einen „wichtigen Schritt auf dem Weg zum ,Zuse-Campus‘“ bezeichnete Schulleiterin Susanne Diegelmann die Zusammenarbeit mit der „Open Blockchain Company“ (OBBC). Das Unternehmen, Spezialist für Software-Lösungen im Bildungsbereich, gehört zur Mediengruppe Parzeller aus Fulda, in der auch die „Hünfelder Zeitung“ erscheint.

Die Zuse-Schule in Hünfeld sei als ehemalige Kreisberufsschule im Begriff, sich in der von Informationstechnologie geprägten Welt neu aufzustellen. Daher seien solche Partnerschaften, wie man sie auch mit der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung und anderen pflege, wegweisend, so Diegelmann. (Lesen Sie auch: Coworking in der Bahnhofsgaststätte - Hünfeld will Platz für Startups und Kreative schaffen)

Hessen: Neue Ausbildungswege an Zuse-Schule: Tablet-Rechner für zwei Klassen

Ihr Kollege Jens Heddrich, an der Schule Koordinator für digitale Transformation, sprach direkte die angehenden Verwaltungsfachangestellten an: „Ihr seid es, die das Projekt tragt, indem ihr mit den Tablets und den Programmen darauf arbeitet.“ Er ermutigte die Auszubildenden, die Schule und die Fachleute der OBCC an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen und zu zeigen, was in der Praxis gut sei, aber auch wo sie Verbesserungsmöglichkeiten sähen.

Die beiden Klassen werden vom jetzt begonnenen ersten Ausbildungsjahr mit dem neuen Werkzeug arbeiten. Und die Tablets werden ihr Leben zumindest im wortwörtlichen Sinn erleichtern: Das kiloschwere Standard-Schulbuch der Verwaltungsleute, der 735 Seiten im Beinahe-A4-Format starke Band „Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung“ wird die Schultaschen nicht mehr belasten, denn er liegt klein und fein auf den Rechnern – mit vielen Möglichkeiten, damit zu arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler ermutigten die beiden dazu, die Geräte auch privat zu nutzen und sich zu eigen zu machen.

Kooperation zwischen Zuse-Schule und OBCC sei „ein Leuchtturm“

Heddrich und Harald Ziegler, Entwicklungsleiter bei der OBCC, erläuterten die Möglichkeiten der Geräte und Programme. Besonders verwiesen sie auf die auch aktuellen Datenschutzregeln entsprechende Video-Chatfunktion.

Sowohl Ronald Semsch, der Klassenlehrer der künftigen Verwaltungsfachleute, als auch OBCC-Geschäftsführer Walter Lorz betonten die Bedeutung der Anwendung im Schulalltag. „Es geht nicht nur um Spaß“, hob Semsch hervor, wir werden bis zu den Prüfungen damit arbeiten und Erfahrungen sammeln.

Insgesamt 30 Tablet-Computer wurden in der Zuse-Schule an die Auszubildenden übergeben.

Lorz verwies auf die überall wachsende Bedeutung der Digitalisierung im Bildungsbereich. Das merke man bei der OBCC auch an dem wachsenden Interesse ausländischer Partner, unter andrem in Wien und Madrid. Dort gebe es auch deutliches Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Zuse-Schule. „Ich bin gespannt, wo wir in drei Jahren stehen“, unterstrich Lorz erwartungsvoll. Die Kooperation sei ein „Leuchtturm“.

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