Ein Blick in die Stiftsruine Bad Hersfeld
+
Nach der coronabedingten Absage der Festspiele im vergangenen Jahr, soll es 2021 nun am 1. Juli losgehen - eine Woche später als geplant.

Nach Auslaufen der Notbremse

Premiere verschoben: Bad Hersfelder Festspiele beginnen erst am 1. Juli - Start mit „Club der toten Dichter“

„Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit für Wagemut und es gibt eine Zeit für Vorsicht.“ Mit diesem Zitat aus „Der Club der toten Dichter“ kündigen die Bad Hersfelder Festspiele die Verschiebung ihrer Premiere auf den 1. Juli an. Ursprünglich war diese für den 25. Juni geplant.

Bad Hersfeld - Festspiel-Intendant Joern Hinkel sowie die kaufmännische Leiterin Andrea Jung gehen fest davon aus, dass sich die Corona-Lage durch Impfungen, Testangebote und den achtsamen Umgang miteinander in den kommenden Wochen so weit entspannen wird, dass ein Theaterbetrieb im Juli - noch dazu unter freiem Himmel - möglich sein wird.

Durch die Verschiebung um eine Woche gewinne man wertvolle Zeit, heißt es in einer Pressemitteilung der Bad Hersfelder Festspiele. Dann sei, so hoffe man, noch mehr Menschen mit Impfausweis oder negativem Testergebnis der Zugang zum Theater erlaubt. Die beliebten Festspiele in Hessen beginnen nun mit der Europäischen Erstaufführung des Bühnenstücks „Der Club der toten Dichter“ am Donnerstag, 1. Juli. Die Hauptrolle des Lehrers John Keating spielt dabei Theater- und TV-Star Götz Schubert. Am 2. Juli folgt die Premiere des Stückes „Momo“, am 3. Juli die Uraufführung des Musicals „Goethe!“.

Nach Auslaufen der Notbremse: Premiere der Bad Hersfelder Festspiele erst am 1. Juli

,,Wir freuen uns auf den Festspiel-Sommer und sind zuversichtlich, dass die Aufführungen unter Einhaltung der Hygienevorschriften wie geplant stattfinden können,“ betont Joern Hinkel. Auch Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) begrüßt den Vorschlag der Festspielleitung für einen Beginn nach dem Auslaufen der Corona-Notbremse. Die in der vergangenen Woche beschlossene Änderung der Infektionsschutzgesetzes, das die Notbremse-Regelungen festlegt, ist bislang auf den 30. Juni befristet.

„Auch die Verdichtung des Programms, also die Verschiebung auf bislang freie Spielabende, ist organisatorisch besser zu lösen als eine Verlängerung der gesamten Saison um eine Woche“, argumentiert Fehling. Detaillierte Informationen zum weiteren Spielplan sowie Ticketfragen will die Festspielleitung zeitnah bekannt geben. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran und werden schon in einigen Tagen alle Informationen veröffentlichen können. Aber schon jetzt ist klar, dass die Tickets ihre Gültigkeit behalten und für einen neuen Termin getauscht werden können“, sagt Andrea Jung. (sko)

Das könnte Sie auch interessieren