Akademieleiter Hartmut Piekatz (links) und XXX freuen sich über den Re-Start auf Burg Fürsteneck.
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Akademieleiter Hartmut Piekatz (links) und Benjamin Sack (Leiter des Bereichs Gesellschaftspolitische Bildung) freuen sich über den Re-Start auf Burg Fürsteneck.

Akademie in Eiterfeld

Burg Fürsteneck: Nach Corona-Pause kommt jetzt das erste Seminar

  • Harry Wagner
    VonHarry Wagner
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Mehr als ein halbes Jahr musste sich die Akademie Burg Fürsteneck mit sich selbst beschäftigen. Nun sind wieder Seminargäste vor Ort – sehr zum Wohlgefallen von Akademieleiter Hartmut Piekatz. „Endlich kehrt wieder Leben ein“, freut er sich. 

Eiterfeld - Das Lockdown-Leben in der Fortbildungsstätte auf historischem Gelände verlief so, wie es in vielen kulturellen Einrichtungen landauf, landab während der pandemiebedingten Schließungen eben verlief: arbeiten an Programmen und Konzepten, renovieren, umgestalten. Und vor allem warten darauf, dass die Corona-Einschränkungen gelockert werden. „Die Hauswirtschaft hat viel gemacht, das Gebäude ist gut in Schuss gebracht worden. Und unsere Mitarbeiter sind jetzt nach zahllosen Zoom-Konferenzen regelrecht euphorisch, weil wir wieder Gäste auf der Burg haben dürfen“, sagt Piekatz.

Die Hoffnung, dass dies in diesem Jahr noch möglich sein würde, habe er immer gehabt. Dass es allerdings so schnell gehe, sei überraschend. „Die Inzidenzzahlen im Kreis sind blitzartig nach unten geschnellt, vermutlich aufgrund der Zahl der Impfungen“, glaubt der Akademieleiter. (Lesen Sie hier: Öffnung nach Corona - Die ersten Tage im Freibad Eiterfeld)

Eiterfeld: Nach Corona-Pause steht das erste Seminar auf Burg Fürsteneck an

In der laufenden Woche findet bereits das erste Seminar mit dem Titel „Spickzettel im Kopf“ statt, in dem die Teilnehmer erörtern, wie sie am besten ihre eigenen Gedanken und Ideen formulieren können. Für die kommende Woche sind die Tai-Chi-Burgtage anberaumt, zu denen 30 bis 40 junge Leute erwartet werden. Eine Veranstaltung wie diese, die überwiegend im Innenhof stattfindet, leidet weniger unter den selbstverständlich noch immer geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Seminare hingegen, in denen getanzt oder gesungen wird, sind derzeit noch überhaupt nicht möglich.

Das Programm läuft mit eingeschränkter Teilnehmerzahl, was sich auch in der Belegung der Gästezimmer niederschlägt. Piekatz: „Unsere Doppelzimmer können wir derzeit nicht vergeben. Selbst wenn es nach Corona wieder möglich sein wird, glaube ich, dass viele Menschen erst einmal ihr Zimmer nicht mit anderen teilen möchten.“ Wirtschaftlich sei man aus der Zwangspause „mit einem blauen Auge“ davongekommen – dank der Corona-Hilfen. Kurzarbeit sei unumgänglich gewesen.

Programm der Akademie ist auf der Website zu finden

Das Seminarprogramm steht bis zum Ende des Jahres. Zum Teil konnte für Kurse, die in der ersten Hälfte des Jahres anberaumt waren, ein Ersatztermin zwischen Juli und Dezember gefunden werden. „Manche Seminare leben davon, dass so viele wie möglich mitmachen. Ihr Konzept leidet unter den Beschränkungen besonders“, weiß Piekatz. Auch die Nyckelharpa-Tage im Herbst werden nicht mit „voller Kapelle“ stattfinden können, sondern „eher mit 50 als mit 80 Leuten.“

Das aktualisierte Seminarprogramm ist auf der Website der Akademie zu finden.

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