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Üble Gerüche im Hünfelder Nordend: Neue Filter sollen Abhilfe schaffen

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Bürgerinnen und Bürger aus Hünfeld haben sich über üble Gerüche beschwert.
Bürgerinnen und Bürger aus Hünfeld haben sich über üble Gerüche beschwert. © Volker Nies

Strenge Gerüche im Hünfelder Nordend, Bauarbeiten vor Mackenzell, Holzbeseitigung an Flußläufen – Bürgermeister Benjamin Tschesnok hatte in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten einige Anfragen der Fraktionen zu beantworten.  

Hünfeld - Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich der Magistrat mit Geruchsbelästigungen aus dem Nordend, die teilweise auch die Innenstadt in Mitleidenschaft ziehen. Urheberin ist nach Darstellung der Stadtverwaltung Hünfeld (Hessen) eine Anlage der Firma Hochwald, zuständig für die Angelegenheit sei das Dezernat Immissionsschutz und Energiewirtschaft im Regierungspräsidium (RP) Kassel.

Wie der Magistrat nun auf eine Anfrage der SPD-Fraktion mitteilte, habe der Betreiber erklärt, dass die betreffende Anlage zwischenzeitlich mit weiteren Abluftfiltern nachgerüstet worden sei.

Im Zusammenhang mit einem Bauantrag zur Erweiterung der Anlage habe die örtliche Ordnungsbehörde das Unternehmen darauf hingewiesen, dass es immer wieder zu Geruchsbelästigungen komme und sich die Bürger darüber massiv beschwerten.

Hessen: Gestank in Hünfelder Stadtteil - So soll Abhilfe geschaffen werden

Die vom Regierungspräsidium im Januar genehmigte Erweiterung der Anlage – dort sollen 472 Millionen Kilogramm Rohmilch pro Jahr statt wie bisher 400 Millionen verarbeitet werden – führt zu mehr Abwasser. Die gesamte Menge könne nach Ansicht der nordhessischen Behörde durch die bestehende Industriekläranlage behandelt werden.

Von dem geplanten Änderungsvorhaben der Firma Hochwald seien „keine erheblich nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten“, zitierte Tschesnok die Stellungnahme des RP.

Weil die Landestraße 3176 wegen Bauarbeiten demnächst bei Mackenzell voll gesperrt sein wird, muss es eine Umleitung geben. Zu einer Anfrage der CWE bezüglich einer möglichen Verkehrsführung durch den Ort nahm Tschesnok Stellung: Es sei nicht geplant, Ortslage Mackenzell in Mitleidenschaft zu ziehen, es finde in beiden Richtungen eine weiträumige Umfahrung (Morles – Haselstein – B 84 – Hünfeld) statt. (Lesen Sie auch: Hünfelder Klostergartenprojekt nimmt Gestalt an)

Baustelle bei Mackenzell bereits Ende April abgeschlossen

Die Gesamtbauzeit liege zwischen dem 1. und 30. April. Hessen Mobil hatte in der Vorstellung seines Straßenbauprogramms noch von einer Bauzeit von „Frühjahr bis Sommer“ gesprochen.

Die CWE stellte auch die Frage nach Aufräumarbeiten an Haune, Nüst und Hasel im Sinne der Verkehrssicherung. Die größeren Gewässer unterlägen dem Wasserverband Haune, so Tschesnok, für die Hasel sei die Stadt zuständig. Regelmäßig fänden Begehungen statt, um eventuelle Missstände zu dokumentieren.

2022 seien oberhalb der Nüst mehrere alte, große Weiden zu entfernen oder zurückzuschneiden. Das in Haune und Nüst vorkommende Totholz werde, so Tschesnok, nicht als gefährlich angesehen und sorge nicht für Schäden. (hw)

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