Fulda: Der Jagdverein Diana Hünfeld hat zwei Drohnen angeschafft. Sie sollen helfen, Rehkitze im Gras aufzuspüren.
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Der Jagdverein Diana Hünfeld hat zwei Drohnen angeschafft. Sie sollen helfen, Rehkitze im Gras aufzuspüren.

Jagdverein Diana Hünfeld

Große Hilfe für Landwirte - Jagdverein schafft Drohnen zur Rettung von Rehkitzen an

Jedes Jahr im Mai, die Wiesen sind Reif zur ersten Mahd. Sobald das Wetter es zulässt, beginnen die Landwirte Ihre Wiesen zu mähen. Man kennt dazu einige unschöne Bilder aus dem Internet.

Hünfeld - Denn so mancher Jäger oder Landwirt hat es schon live erleben müssen: Wie schnell ist ein Rehkitz im Feld übersehen, wie schnell ist es schwerverletzt oder gar dem Mähwerk ganz zum Opfer gefallen. Verletzte Wildtiere lassen niemanden kalt, besonders wenn es sich um Rehkitze handelt.

Die Anstrengungen zahlreicher Landwirte, Jäger, Natur- und Tierschützer zur Rettung der Rehkitze vor dem sicheren Mähtod wurden in den letzten Jahren verstärkt. Mitunter wurde dem Thema auch über die sozialen Medien mehr Beachtung zugewandt. Der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildtechnik hat sich im Bereich der Rehkitzsuche etabliert. Das Verfahren bietet Landwirten und Jagdausübungsberechtigten die Möglichkeit, zeitsparend und effektiv ihrer tierschutzrechtlichen Verantwortung gegenüber des Wildes nachzukommen.

Hessen: Jagdverein schafft Drohnen zur Sichtung von Rehkitzen an

Seit 19. März können eingetragene Vereine, zu deren satzungsgemäßen Aufgaben die Pflege und Förderung des Jagdwesens sowie des Tier-, Natur- und Landschaftsschutzes oder die Rettung von Wildtieren gehören, Fördermittel für die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen.

Gefördert werden bei Erfüllung der Voraussetzung 60 Prozent der Anschaffungskosten bis zur maximalen Fördersumme von 4000 Euro pro System, für maximal zwei Systeme. Vorgegeben sind als technische Mindestvoraussetzungen die Ausstattung mit einer Echtbild- und Wärmebildkamera, eine Mindestflugzeit von 20 Minuten und eine Home-Return Funktion. Grundsätzlich muss die angeschaffte Drohne mindestens drei Jahre im Besitz des beantragenden Vereins bleiben und muss für die Rehkitzsuche eingesetzt werden.

Astrid Schneider-Heil, Vorstandsmitglied beim Jagdverein Diana Hünfeld, präsentiert stolz die zwei Drohnen des Vereins.

Der Jagdverein Diana Hünfeld im Kreis Fulda hat die Förderung für zwei Systeme beantragt und angeschafft. „Leider sind zwei viel zu wenig, wenn man berücksichtigt, dass die Landwirte bei guter Witterung alle zeitgleich mähen“, so die Zweite Vorsitzende Astrid Schneider-Heil. Man werde sich nach dem Prinzip „Wer sich zuerst meldet, kommt auch zuerst dran“ orientieren müssen.

Drohnen sollen bei Rehkitzrettung im Kreis Hünfeld unterstützen

Mit beiden Systemen soll ab dem nächsten Jahr auch im Kreis Hünfeld die Rehkitzrettung tatkräftig unterstützt werden. Somit bleibt den Drohnenpiloten noch etwas Zeit zum Üben und sich mit der Technik vertraut zu machen. Das sichere Beherrschen der Drohne, aber auch ständige Softwareupdates, Dokumentationen sowie das Einhalten rechtlicher Bestimmungen beim Drohnenflug erfordern volles Engagement. Darüber hinaus werden weitere Helfer benötigt, die den Drohnenpilot bei der Rehkitzrettung unterstützen.

Informationen zur Kontaktaufnahme mit den Drohnenverantwortlichen sollen demnächst auf der Homepage des Jagdvereins veröffentlicht werden.

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