Das Kali-Museum zählt zu den Attraktionen in Heringen.
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Das Kali-Museum zählt zu den Attraktionen in Heringen.

Aus Bundesprogramm

Ein „energetisches Grab“ - 1,2 Millionen Euro für Sanierung des Kali-Museums in Heringen

Heringens Werra-Kali-Bergbaumuseum soll fit gemacht werden: Einen Förderbescheid über 1,2 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur“ hat Europastaatsminister Michael Roth an Bürgermeister Iliev übergeben.

Heringen - Diese Summe entspricht einer 90-prozentigen Förderung der veranschlagten Kosten für die energetische Sanierung und Überarbeitung des größten deutschen Spezialmuseums zum Kalibergbau. Die rund 1000 Quadratmeter große Ausstellung ist im Jahr 1994 in der ehemaligen Volksschule am Anger eröffnet worden, welche zuvor im Zuge der Stadterneuerung saniert worden war. Beim Energieverbrauch hätten vor knapp 30 Jahren jedoch deutlich niedrigere Standards gegolten, was das Gebäude jetzt zum „energetischen Grab“ mit entsprechend hohen Heizkosten mache, verdeutlichte Bürgermeister Daniel Iliev anlässlich der Bescheidübergabe.

Hessen: Kali-Museum wird saniert - Förderbescheid über 1,2 Millionen Euro

Abhilfe sollen nun unter anderem der Austausch der Fenster sowie eine innen liegende Dämmung schaffen. Im Zuge der Arbeiten sollen aber auch Teile der seit 1994 weitgehend unveränderten Ausstellung überarbeitet werden. Durch ein erweitertes Nutzungsangebot – etwa als Veranstaltungsort – solle das Museum in Zusammenarbeit mit dem Museums-Förderkreis und K+S als Treffpunkt für Bürger und Touristen weiterentwickelt und künftig noch stärker frequentiert werden, verdeutlichte der Rathauschef, der sich in Bezug auf die Bahntrasse Fulda-Gerstungen gemeinsam mit anderen Bürgermeistern für den Hersfeld-Halt einsetzt.

Nach der Förderzusage durch den Bund werde das kommende Jahr für die Planung von Sanierung und Umgestaltung genutzt. Voraussichtlicher Baubeginn könnte demnach Ende 2022 oder Anfang 2023 sein – erfahrungsgemäß bedürfe das Bundesprogramm einer langwierigen Abstimmung, erklärte der Bürgermeister.

Bereits zweites Projekt in Heringen, das in Bundesprogramm aufgenommen wurde

Die energetische Sanierung des Kalimuseums ist bereits das zweite Projekt in Heringen, das in das Bundesprogramm aufgenommen wurde. Denn auch bei der bevorstehenden Erneuerung des Sportplatzes erhält die Stadt aus diesem Fördertopf einen 90-prozentigen Zuschuss von rund zwei Millionen Euro. Die ungewöhnlich hohe Förderquote sei dem von der Kommunalaufsicht bescheinigten „Haushaltsnotstand“ geschuldet, erklärte Michael Roth – üblich sei eine Förderquote von nur 45 Prozent.

Das Sonderprogramm, welches der Bund zur Unterstützung der Städte und Gemeinden aufgelegt habe, bezeichnete der Staatsminister als Erfolg. Der Erhalt des Museums liege ihm besonders am Herzen, betonte Roth, der in Heringen aufgewachsen ist. Schließlich werde die Geschichte eines Industriezweiges erzählt, der die Region seit mehr als 125 Jahren präge. (jce)

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