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Kind spielt auf Gleisen - Lokführer verhindert schlimmes Unglück

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Ein Kind hat in Hessen auf den Gleisen gespielt und für einen großen Polizei-Einsatz gesorgt. (Symbolbild)
Ein Kind hat in Hessen auf den Gleisen gespielt und für einen großen Polizei-Einsatz gesorgt. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Weil ein Kind auf den Gleisen spielte, musste eine Cantus-Bahn in Hessen eine Schnellbremsung durchführen. Das Kind rannte daraufhin verängstigt davon.

Sontra - Das gefährliche Spiel eines Kindes führte am Montagnachmittag zu einem großen Polizeieinsatz. Das Kind stand mit seinem Roller auf den Gleisen und zwang eine Cantus-Bahn im Bereich Sontra (Bahnstrecke Bebra - Eichenberg) in Hessen zu einer Schnellbremsung, teilte die Bundespolizei mit.

Der Zug konnte noch rechtzeitig stoppen und der Junge blieb unversehrt. Der Lokführer kletterte aus seinem Führerstand und wollte das Kind in Obhut nehmen. Jedoch rannte das offensichtlich verängstigte Kind in Richtung Sontra davon.

Hessen: Kind spielt auf Gleisen - Lokführer verhindert schlimmes Unglück

Eine Nachsuche durch eine Streife der Bundespolizeiinspektion Kassel und einem Polizeihubschrauber der Fliegerstaffel aus Fuldatal verlief ohne Erfolg. (Lesen Sie hier: Prozess nach tödlichem Zugunglück in Unterfranken beginnt - Hat Angeklagter am Handy gespielt?)

Die rund 30 Reisenden in dem Zug kamen durch die überraschende Schnellbremsung mit einem Schrecken davon und blieben unverletzt. Die Bahnstrecke war während des Polizeieinsatzes eine Stunde gesperrt. Insgesamt verspäteten sich fünf Züge mit rund 50 Minuten.

Die Bundespolizei weist darauf hin: „Das Betreten der Gleisanlagen ist für Unbefugte nicht nur verboten, sondern extrem gefährlich. Züge können sich relativ lautlos nähern und werden daher oft erst spät bemerkt. Die Gefahr, von durchfahrenden Zügen erfasst und getötet zu werden, ist sehr groß. Besonders dann, wenn Züge außerplanmäßig verkehren, wie beispielsweise Güterzüge.“ (ah)

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