Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich erklärte in einer Gemeindevertretersitzung, dass das Angebot an Kitaplätzen knapp ausreichend ist. (Symbolfoto)
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Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich erklärte in einer Gemeindevertretersitzung, dass das Angebot an Kitaplätzen knapp ausreichend ist. (Symbolfoto)

165.000 Euro Investition

Kosten für neue Kita mehr als verdoppelt - Betreuungs-Angebot in Eiterfeld „knapp ausreichend“

  • Harry Wagner
    VonHarry Wagner
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Das Thema Kinderbetreuung stand im Mittelpunkt der jüngsten Eiterfelder Gemeindevertretersitzung. Unter anderem wurde die Bedarfsplanung für Kitaplätze bis 2022 erörtert. „Das Angebot ist knapp ausreichend“, erklärte Bürgermeister Hermann-Josef Scheich. 

Eiterfeld - Die fünf Kindertagesstätten (Arzell, Sonnenschein Eiterfeld, St. Georg Eiterfeld, Großentaft, Ufhausen) bieten laut Aufstellung insgesamt maximal 330 Plätze. Eine Vollauslastung ist aber unter Berücksichtigung der vorgesehenen Integrationsplätze und aufgrund der Tatsache, dass Personal fehlt, laut Scheich nicht möglich.

Die Planung geht von einem Bedarf für 2021 von 258 Kindern im Ü3-Bereich aus – bei einem Angebot von 267 Plätzen. Fürs kommende Jahr rechnet man mit 261 Kindern bei unveränderter Kapazität. Im Krippenbereich (U3) werden für beide Jahre inclusive Tagespflege jeweils 73 Plätze bereitgestellt, wobei der angenommene Bedarf (74 für 2021/80 für 2022) leicht höher liegt. Trotzdem geht die Marktgemeinde davon aus, die Nachfrage decken zu können. Dabei helfen soll die Erweiterung der Kita in Großentaft. Gegenüber einer ersten Kostenermittlung in Höhe von 75.000 Euro ist nun von 165.000 Euro die Rede. (Lesen Sie auch: Ampeln kommen erst 2023: Eiterfelds Gemeindevertretung beschließt Nachtragsetat)

Hessen: Kitaplätze in Eiterfeld - „Angebot ist knapp ausreichend“

Also mussten die Gemeindevertreter eine Haushaltsüberschreitung von 90.000 Euro bewilligen – was sie denn auch taten. Diese Ausgaben seien, so war die einhellige Meinung durch alle Fraktionen, gut angelegt, weil in die Zukunft der Kinder investiert werde. Die gute Nachricht dabei: Teile der anzuschaffenden Inneneinrichtung können im Hinblick auf eine dauerhafte Ersatzlösung weiterverwendet werden. Die schlechte Nachricht: Die Gemeinde muss die Kosten für die Modulbau-Erweiterung komplett selbst schultern: „Für Containerlösungen gibt es keine Zuschüsse“, erklärte Scheich.

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