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Landkreis lässt Klinikum Hersfeld-Rotenburg 25 Millionen Euro Zuwendungen zukommen

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Ein leeres Bett steht in einer Intensivstation
Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg erhält Zuwendungen in Höhe von 25 Millionen Euro. (Symbolbild) © Jonas Güttler/dpa

Zuwendungen in Höhe von 25 Millionen Euro hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg zur Eigenkapitalstärkung dem Klinikum Bad Hersfeld in zwei Tranchen zukommen lassen.

Hersfeld-Rotenburg - Davon wurden zehn Millionen Euro im September und weitere 15 Millionen Euro im Dezember vergangenen Jahres ausgezahlt. Hinzu kam die Übernahme von Zins- und Tilgungsleistungen in Höhe von etwas mehr als zwei Millionen Euro durch den Landkreis. Für das Jahr 2022 hat der Kreistag mit den abschließenden Haushaltsberatungen die erneute Übernahme dieser Zins- und Tilgungsleistungen beschlossen, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises.

Hinzu werden die Zins- und Tilgungsleistungen für die 25 Millionen Euro Zuwendungen kommen. Mit diesen Zuschüssen macht der Landkreis Hersfeld-Rotenburg (Hessen) deutlich, dass auch im Jahr 2022 bereits gut vier Millionen Euro zur Stärkung des Klinikkonzerns Hersfeld-Rotenburg angesetzt sind.

Hessen: Klinikum Hersfeld-Rotenburg erhält 25 Millionen Euro Zuwendungen

Der Betriebsrat des Klinikums Bad Hersfeld sowie Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Torsten Warnecke sind sich einig, dass dies „nachhaltige Signale“ an den Klinikkonzern, seine Beschäftigten und die Bürgerinnen und Bürger für den kommunalen Erhalt des Klinikums seien. Landrat Torsten Warnecke, der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Reim und Kerstin Röhrhoff von ver.di-Osthessen hatten sich zu einem Austausch getroffen, der nach Einschätzung der Teilnehmenden offen und konstruktiv verlief.

„Wir alle müssen mit Blick auf die Zukunftsinvestitionen nach vorne schauen“, so der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Reim. Viele Beschäftigte seien verunsichert oder fürchteten um ihren Arbeitsplatz: „Wenn das vorgelegte Konzept zur Neustrukturierung des Klinikums gefördert wird, dann wird es den Umzug des Herz-Kreislauf-Zentrum (HKZ) irgendwann geben, ja. Aber bis dahin bleibt das HKZ.“ (Lesen Sie hier: Landrat Koch wird nach HKZ-Entscheidung massiv angefeindet – Anzeige gegen Facebook-Nutzer)

Die Gewerkschaftssekretärin Kerstin Röhrhoff betonte, dass im Zuge der Umstrukturierung dann aber auch die Beschäftigung gesichert bleiben muss und Tarifstandards für alle Beschäftigten gewährleistet werden müssen: „Wir brauchen gleiche Tarifverträge und das kann in einem kommunalen Krankenhaus nur der TVöD sein.“ (ah)

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