Kultusminister Alexander Lorz (Mitte) hat der Hünfelder Konrad-Zuse-Schule einen Besuch abgestattet.
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Kultusminister Alexander Lorz (Mitte) hat der Hünfelder Konrad-Zuse-Schule einen Besuch abgestattet.

Dreijähriges Projekt

Zu Gast an der Konrad-Zuse-Schule: Kultusminister Alexander Lorz gratuliert Schulen zu Projektabschluss

  • Harry Wagner
    VonHarry Wagner
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Der hessische Kultusminister Professor Dr. Alexander Lorz (CDU) hat der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld einen Besuch abgestattet. Dort informierte sich Lorz vor Ort über das Pilotprojekt „Kompetenzorientierte Medienbildung im Fachunterricht“ und gratulierte den sechs teilnehmenden Schulen zum Projektabschluss.

Hünfeld - Das Projekt mit dem etwas sperrigen Titel „Kompetenzorientierte Medienbildung im Fachunterricht“ wurde im Herbst 2018 ins Leben gerufen und ist Teil der „Bildungsverwaltung aus einer Hand“, einer Kooperation des Landes Hessen und Schultägern. Ziel ist es, Schulen und Schüler fit zu machen fürs digitale Lehren und Lernen. Den Schülern soll gemäß des pädagogischen Konzepts der Schule die Nutzung der neuen Medien für den Unterricht ermöglicht werden; gleichzeitig ist beabsichtigt, die Medienkompetenz der Lernenden zu erhöhen. Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok betonte in einer kurzen Grußansprache, dass es für einen Wirtschaftsstandort wie Hünfeld von elementarer Bedeutung sei, in einer berufsvorbereitenden Schule solche Themenfelder zu bearbeiten.

„Das Projekt passt zu den pandemischen Erfordernissen wie die Faust aufs Auge“, betonte Lorz, der ergänzte, dass es für die Schulträger keine Kleinigkeit gewesen sei, unter dem Druck der Pandemie die digitalen Möglichkeiten schnell zu schaffen. Der Minister, der von Schulleiterin Susanne Diegelmann begrüßt wurde, gab einen kleinen Einblick in sein Seelenleben: „Ich bin froh, jetzt wieder Menschen auf Terminen treffen zu können statt immer nur digital unterwegs zu sein.“ Im Hinblick auf den jetzt wieder möglichen Präsenzunterricht in den Schulen versprach Lorz: „Man kann jetzt wieder alles so machen wie vorher, trotzdem werden wir es nicht mehr so machen wie vorher.“ Soll heißen: Projekte wie diese sollen im Hinblick auf einen modernen Schulalltag Schrittmacherdienste leisten, gerade im Hinblick auf die leidvollen Erfahrungen der Corona-Zeit.

(Lesen Sie hier: Kultusminister Lorz will Maskenpflicht an Schulen lockern)

Kultusminister Alexander Lorz gratuliert Schulen zu Projektabschluss - Zu Gast an der Konrad-Zuse-Schule

Jens Heddrich, der gemeinsam mit Daniela Dietl die Projektleitung beim Staatlichen Schulamt inne hatte, betonte, dass digitale Medien die reale Begegnung nicht ersetzen können, „aber sie können bereichern, motivieren und Kommunikationsprozesse unterstützen.“ Man habe bei der Konzeptionierung des Projekts das Kernthema „Technik folgt Pädagogik“ berücksichtigt – die Diskussion über Inhalte stand an erster Stelle, die Fragen der Umsetzung wurden anschließend geklärt. „Hier schließt sich heute in Kreis. Ich hoffe, wir haben die Türe aufgemacht für andere Schulen, die die Ergebnisse des Projekts mitnehmen können“, sagte Heddrich.

Im Zuge der Realisierung wurden in den Schulen Projektteams gebildet, die sich jeweils auch eines so genannten Leuchtturmprojekts widmeten. Vor den Augen des Kultusministers stellten die sechs Schulen gestern anhand einer Videopräsentation die Schwerpunkte ihrer Projektarbeit samt visueller Umsetzung vor. Die Ergebnisse werden in Kürze auf der Plattform Mahara, einem E-Portfolio mit Community-Funktionen, öffentlich zugänglich sein.

Projekt

Sechs Schulen aus dem Landkreis Fulda waren beteiligt: die Konrad-Zuse-Schule Hünfeld und die Wigbertschule Hünfeld, die Johannes-Kepler-Schule Neuhof, die Mittelpunktschule Hilders, die Rabanus-Maurus-Schule Fulda und die Pestalozzischule Fulda. Um möglichst viele Erkenntnisse über die jeweils spezifischen Anforderungen zu erlangen, hat das dreijährige Projekt mehrere Schulformen berücksichtigt.

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