Die A4 bei Wildeck musste mehr als neun Stunden voll gesperrt werden. (Symbolfoto)
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Die A4 bei Wildeck musste mehr als neun Stunden voll gesperrt werden. (Symbolfoto)

Bei Wildeck

Unfall auf der A4: Lastwagen kippt um - Neun Stunden Vollsperrung

Mehr als neun Stunden war die A4 bei Wildeck zwischen Donnerstag und Freitag gesperrt. Grund dafür war ein umgekippter Lastwagen, der geborgen werden musste.

Wildeck - Ein umgekippter Lastwagen hat auf der Autobahn 4 bei Wildeck (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) für erhebliche Verkehrseinschränkungen gesorgt. Die Fahrbahn sei aufgrund der Bergungsarbeiten von Donnerstagabend bis Freitagmorgen ab der Anschlussstelle Hönebach für mehr als neun Stunden voll gesperrt gewesen, sagte ein Polizeisprecher in Fulda. Am Freitagmorgen laufe der Verkehr in Fahrtrichtung Dresden einspurig weiter. Die Arbeiten und die damit verbundenen Behinderungen dauerten vermutlich bis zur Mittagszeit an, hieß es weiter.

Der unverletzte 30 Jahre alte Fahrer kam am Donnerstag, 17. Juni, gegen 19.15 Uhr, wegen eines Motorschadens nach rechts von der Fahrbahn ab und zerstörte rund 100 Meter Schutzplanke, wie die Polizei in der Nacht mitteilte. Anschließend sei das Führerhaus eingeknickt und der Sattelauflieger in Schieflage zum Stehen gekommen. Dadurch drohte der Lastwagen den dortigen Abhang herunterzustürzen. (Lesen Sie hier: Unfall auf A5 bei Alsfeld: Auto kollidiert mit Sattelzug - Polizei bemängelt Rettungsgasse)

Hessen: Lastwagen kippt um - Neun Stunden Vollsperrung

Beladen war der Lkw mit dem umweltgefährdenden Stoff „Zink-Granulat“, teilte die Polizei außerdem mit. Der Sattelzug sei ordnungsgemäß mit einer Warntafel beziehungsweise einer Gefahrguttafel gekennzeichnet worden. Es handele sich hierbei um einen Stoff, der beim Austreten gefährlich für die Haut, Augen und Atemweg ist, berichtet das Polizeipräsidium Osthessen.

Durch die Schieflage drohte der Sattelauflieger den dortigen Abhang herunterzustürzen. Der Sattelauflieger wurde sofort nach Eintreffen der Feuerwehr aus Obersuhl mittels Drahtseil und Feuerwehrfahrzeug gesichert. Nach Herantreten der Feuerwehrleute mit Atemschutzgerät konnte festgestellt werden, dass kein Gefahrgut ausgetreten ist. Die Feuerwehr Bad Hersfeld konnte ebenfalls keinen Austritt oder erhöhte Werte im Bereich der Unfallstelle feststellen. Der polnische Fahrzeugführer blieb zum Glück unverletzt.

Gegen 5 Uhr konnte der Sattelzug dann geborgen werden. Der Gesamtschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. (dpa, sec)

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