Hünfeld: Freuen sich auf ihr zehnjähriges Bandjubiläum: Konstantin, Alexander (hinten), Jan-Philipp, Patrick, Benedikt (hinten), Pascal, Jonas, Constantin (hinten) und Philipp von der Band MaddaBrassKa.
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Freuen sich auf ihr zehnjähriges Bandjubiläum: Konstantin, Alexander (hinten), Jan-Philipp, Patrick, Benedikt (hinten), Pascal, Jonas, Constantin (hinten) und Philipp von der Band MaddaBrassKa.

Blasmusik – aber anders

MaddaBrassKa feiert Bühnenjubiläum: Moderner Pop aus Hünfeld im „Blech-Sound“

Neun Musiker in grün und weiß gekleidet und mit Pinguinen im Gepäck heizen das regionale Publikum mit moderner Blasmusik ein – MaddaBraSka feiern zehnjähriges Bühnenjubiläum.

Hünfeld - Der Hype um Bands mit Blasinstrumenten, die moderne Popsongs spielen, wird größer. In München findet man Brass-Bands beinahe an jeder Straßenecke. Doch in der Region Fulda sind die Jungs von MaddaBrassKa Vorreiter. Von Hünfeld über Neu-Isenburg, Kassel, München und Berlin bis hin nach Frankreich war die Band schon unterwegs.

„Angefangen hat alles in einer kleineren Besetzung, die sich in den letzten Jahren auch etwas verändert hat“, erinnert sich Jan-Philipp Meyer (Posaune/Gesang). Kennengelernt haben sich alle über den Musikbund Vorderrhön.

Hessen: MaddaBrassKa feiert Jubiläum - Moderner Pop im „Blech-Sound“

„Wir sind mit der traditionellen Blasmusik groß geworden, und jeder von uns war Mitglied in einem Verein“, erklärte Meyer. Durch den musikalischen Einfluss anderer Bands kam die Überlegung auf, sich an etwas Neues zu wagen. Der Entschluss, sich als eigene Band zusammenzutun, kam von Meyer und Niklas Steinwachs, einem ehemaligen Mitglied.

Beim Konzert „Winds, Strings and Voices“ des Jugendmusiknetzwerks im Hessischen Kegelspiel im Jahr 2011 hatten die Jungs ihren ersten Auftritt. „Von da an war das ein Selbstläufer.“ Dabei war das damalige Repertoire noch nicht sehr groß. „Die Prämisse ist aber: Wir spielen immer auswendig, also ohne Noten!“, erklärt Pascal Wiegand (Gesang/Trompete). Seitdem haben sie schon bei dem einen oder anderen Band Contest den ersten Platz belegt sowie den Publikumspreis vom Hessischen Rock&Pop Preis 2017 für sich entschieden.

Seit 2014 trägt die Band den Namen MaddaBrassKa

„Früher waren wir sehr beweglich, weil wir einfach unsere Instrumente genommen und drauf los gespielt haben“, so Cornelius Dehl (Bassposaune). „Prinzipiell ist das immer noch möglich, dass wir einfach nur das Schlagzeug aufbauen und dann loslegen“. „Das machen wir eigentlich viel zu selten“, ruft Meyer dazwischen und erntet viel Zuspruch von seinen Bandkollegen, „aber wenn das Publikum größer ist, dann mittlerweile mit Mikros und allerlei elektronischen Helferlein, damit alle etwas davon haben“, erklärte Schlagzeuger Benedikt Schiffhauer.

Drei Songs umfasst ihre Platte „Von Bitches, Zebras und Piraten“, die sie Anfang 2020 veröffentlich haben und auf der das Band-Logo thront: ein Pinguin mit gekreuzten Trompeten, die einer Piratenflagge ähneln. Der Pinguin zusammen mit dem Bandnamen ist eine Anspielung auf den Film „Die Pinguine aus Madagaskar“. Die ersten drei Jahre firmierte die Band unter anderem Namen, seit 2014 heißt sie MaddaBra-Ska.

„Uns war wichtig, dass das Wort ‚Brass‘ im Namen vorkommt, damit man am Namen schon die Musikrichtung erkennen kann“, weiß Alexander Simon (Tuba). „Und es sollte witzig sein“, erklärte Jonas Herbert (Trompete). „Und einmalig“, so Patrick Giebel (Trompete). „Und auffällig“, ergänzt Konstantin Mihm (Tenorhorn). „Und nach ein paar Bier – bei einem Griechen in Mainz.“ „Und etwas Ouzo.“ Und so war der neue Name geboren. (Lesen Sie auch hier: Musiker begeistern mit „Jam“-Programm: Mackenzeller Musiksommer präsentiert moderne Arrangements)

Konzert zum Bühnenjubiläum in Mackenzell

Seitdem ist viel Zeit vergangen – Zeit, in der die Band schon viel erlebt und viel gesehen hat. Gewohnheiten haben sich etabliert, Marotten herauskristallisiert („Passi ist für die schlecht gewickelten Kabel zuständig“). Und Regeln haben sich mehr oder weniger ergeben. „Wenn etwas schiefläuft oder jemand eine Probe vergessen hat, dann wird Mett oder ein Kasten Bier mitgebracht“, sind sich die Jungs einig. Aus dem Trompeter Philipp Flügel, früher ein Fan der Band, ist ein festes Mitglied geworden, der durch seine Ausbildung zum Metzger direkt an der Quelle sitzt.

Mit ihrem Konzert am Wochenende im Mackenzeller Tonica-Steinbruch wollen sich die Musiker bei ihren Fans bedanken und gleichzeitig etwas zurückgeben. „Für das Programm haben wir Stücke rausgesucht, die wir seit dem Bestehen der Band spielen, haben aber auch neue Sachen mit dabei sowie eigene Songs. Überraschungen sind auch geplant“, so Meyer. Es werden auch Gäste erwartet. „Es soll kein reines Konzert sein, sondern unter den geltenden Corona-Maßnahmen auch Partyfeeling aufkommen.“ (Von Alisa Kim Göbel)

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