Ein Polizist hält ein sichergestelltes Messer in der Hand.
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Ein Mann hat in einem Nachtzug in Hessen ein Messer gezogen. (Symbolfoto)

Wohnsitzloser sorgt für Aufregung

Mann zieht Messer: Zug muss spontan in Bad Hersfeld halten

Ein 31-jähriger Wohnsitzloser aus der Schweiz hat in einem Nachtzug plötzlich ein Messer gezogen. In Bad Hersfeld nahmen Polizisten den Mann in Empfang.

Bad Hersfeld - Der Mann, der in Zürich zugestiegen war, wollte laut Polizei in der Nacht zu Mittwoch, 22. September, ursprünglich in Mannheim aussteigen. „Weil er offensichtlich eingeschlafen war, verpasste er jedoch den Ausstieg und fuhr ungewollt weiter bis Bad Hersfeld“, heißt es. Für diese Fahrt habe er kein gültiges Ticket vorweisen können und sei damit bei der Fahrkartenkontrolle aufgeflogen.

Dann habe der 31-Jährige gegen 2 Uhr plötzlich mit einem Messer in seinem Zugabteil hantiert. „Mitreisende fühlten sich bedroht und verständigten über das Zugpersonal die Bundespolizei“, erklären die Beamten in Hessen.

Hessen: Mann zieht Messer - Zug muss spontan in Bad Hersfeld halten

In Bad Hersfeld musste der Zug daher außerplanmäßige halten. Beamte der Polizei Bad Hersfeld überprüften die Identität des leicht alkoholisierten Mannes (0,7 Promille) und stellten das Messer sicher, heißt es. Anschließend begleitete der Mann die Polizisten vom Bundespolizeirevier Fulda zum Revier. (Lesen Sie hier: Marihuana-Geruch strömt aus Wohnung - Polizisten entdecken kiloweise Drogen)

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen den Mann, ein Flüchtling aus Äthiopien, ein Strafverfahren wegen Nötigung und Erschleichens von Leistungen eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, inklusive der Erhebung einer Sicherheitsleistung, kam der 31-Jährige wieder frei. (lea)

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