Rasdorf Anger
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Die Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf verdoppelt für 2022 ihr Investitionsvolumen.

Haushalts-Entwurf 2022

Rekordsumme von vier Millionen Euro - Gemeinde Rasdorf investiert kräftig

  • Harry Wagner
    VonHarry Wagner
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Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn (CDU) hat in der jüngsten Gemeindevertretersitzung den Haushaltsentwurf für 2022 eingebracht. „Wir werden erneut eine Rekordsumme investieren“, kündigte der Verwaltungschef an.

Rasdorf - Im Entwurf für das kommende Jahr ist eine Summe von vier Millionen Euro veranschlagt – mehr als doppelt so viel wie im Haushalt des laufenden Jahres. Die Investitions-Offensive finde ohne eine Erhöhung von Steuern und Gebühren statt, wie Hahn ergänzte.

Von den vier Millionen Euro müsse die Point-Alpha-Gemeinde 1,4 Millionen selbst stemmen, der größere Teil sei durch Fördermittel abgedeckt. Dennoch müsse man Kredite in Anspruch nehmen, das sei unumgänglich. Hahn sprach von einer Nettokreditaufnahme von 430.000 Euro, der Haushaltsentwurf 2022 weist damit einen Schuldenstand von 921.000 Euro auf. Dies komme einer Pro-Kopf-Verschuldung von 586 Euro gleich.

Hessen: Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf investiert vier Millionen Euro

Bei der Menge der Vorhaben, die die Gemeinde für die nächste Zukunft auf dem Plan habe und die für den Etat 2023 eine noch höhere Investitionssumme vorsähen, müsse man aber aufpassen, „die Schraube nicht zu überdrehen. Mit der personellen Kapazität der Verwaltung kommen wir an unsere Grenzen“, warnte der Bürgermeister. (Lesen Sie hier: Wird Rasdorf bei der nächsten Wahl in den Kreis Hersfeld verschoben?)

Erfreulich ist in finanzieller Hinsicht auch, dass für den Haushalt 2022 Schlüsselzuweisungen in Höhe von 675.000 Euro durch das Land Hessen verbucht werden können – fürs laufende Jahr blieben hier Zahlungen gänzlich aus. Die Kreisumlage einer dann als finanzschwächer geltenden Kommune wird folgerichtig sinken – von 850.000 auf 680.000 Euro.

Nachdem im Ergebnishaushalt 2021 zwischen Erträgen und Aufwendungen noch ein Fehlbetrag von 1,2 Millionen geklafft war, soll der neue Haushalt mit einem leichten Überschuss von rund 22.000 Euro abschließen.

Rasdorf: Diese Großprojekte stehen in den nächsten Jahren an

Hahn führte dann noch einmal die Großprojekte an, die bis zum Jahr 2025 in der Gemeinde Rasdorf anstehen: die Renaturierung des Goldbachs/Grüsselbachs, das „Großprojekt“ Nahwärmenetz, die Senioren-Wohnungen im Ortskern in Verbindung mit IKEK, die Modernisierung des Bauhofs.

„Und wir wollen und müssen in unsere Trinkwasserversorgung investieren“, bekräftigte der Bürgermeister, der sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Verwaltung und Bauhof sowie den Erzieherinnen und Erziehern in der Schule für ihre geleistete Arbeit im ablaufenden Jahr bedankte.

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