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Rasdorf plant Seniorenwohnen im Ortskern - Bürgermeister spricht von „fabelhafter Perspektive“

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Von: Sebastian Reichert

Bürgermeister Jürgen Hahn (links) freut sich über die Förderzusage, die Landrat Bernd Woide überbrachte.
Bürgermeister Jürgen Hahn (links) freut sich über die Förderzusage, die Landrat Bernd Woide überbrachte. ©  Sebastian Mannert/Landkreis Fulda

Die Gemeinde Rasdorf plant in der Dorfmitte das Projekt Seniorenwohnen. Grundlage dafür ist der Erwerb einer ungenutzten Liegenschaft. Dies wird mit rund 200.000 Euro durch die Dorfentwicklung unterstützt.

Rasdorf - Das teilte der Landkreis Fulda mit. „Rasdorf hat die Entwicklung des Ortskerns im Blick“, begann er eine entsprechende Pressemitteilung. Die Gemeinde habe sich dazu entschlossen, das Areal um den früheren Gasthof Flach zu erwerben und dort das Projekt „Seniorenwohnen Rasdorf“ umzusetzen.

Dafür überbrachte Landrat Bernd Woide jüngst eine Förderzusage über rund 200.000 Euro. Der stillgelegte ehemalige Gasthof Flach in der Großentafter Straße stand leer, ungenutzt waren auch die Nebengebäude. Was tun mit einem ungenutzten Areal inmitten des Ortskerns, zumal gerade die Mitte als strategischer Sanierungsbereich in der Dorfentwicklung gilt?

Hessen: Rasdorf plant Seniorenwohnen im Ortskern - Kauf von Gasthof

Die Gemeindevertretung fasste den Angaben zufolge den Plan zur Aktivierung des Geländes Ende 2021 – und das mit einer guten Idee zur Stärkung der sozialen Infrastruktur. „Die Gemeinde kauft das alte Gasthaus und baut es um für eine Tagespflegeinrichtung und eine Arztpraxis“, sagte Bürgermeister Jürgen Hahn.

Daran angrenzend werde ein privater Investor 20 bis 25 Wohnungen für Seniorinnen und Senioren errichten. „Wir halten das für ein wunderbares und zukunftsorientiertes Projekt, das unsere ländliche Struktur in mehrerlei Hinsicht stärken wird“, ergänzte der Bürgermeister der Gemeinde im Hünfelder Land.

„Die Möglichkeit, dass betagte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die umziehen möchten, mitten im Ort wohnen und so am Dorfleben direkt teilhaben können, ist eine fabelhafte Perspektive, sagte Hahn bei der Übergabe des Förderbescheids in der  Point-Alpha-Gemeinde.

Auch Landrat Bernd Woide (CDU) zeigte sich von dem Konzept sehr angetan. Er sagte: „Den unterschiedlichen Auswirkungen der demografischen Entwicklung müssen sich alle stellen.“ (lesen Sie auch hier: Der Kampf um „HÜN“: Kreisverwaltung stemmte sich gegen altes Kfz-Kennzeichen).

Woide weiter: „Rasdorf hat nun mit diesem Projekt einen vielversprechenden Schritt gemacht und dabei gleich mehrere wichtige Aspekte in den Blick genommen. Dass ein Leerstand beseitigt wird und dadurch Wohnungen für Seniorinnen und Senioren mitten im Dorf entstehen, ist ein Glücksfall für alle.“

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