Solaranlagen
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Entlang der A7 auf Höhe der Dörfer Schletzenrod und Wetzlos will der Projektentwickler Juwi einen Solarpark mit knapp 20 Megawatt Leistung errichten. (Symbolbild)

40 Megawatt-Produktion

Solarpark im Haunetal? 6700 Familien könnten mit Strom versorgt werden

  • Hartmut Zimmermann
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Auf einer Fläche entlang der Autobahn A 7 auf Höhe der Dörfer Schletzenrod und Wetzlos will der Projektentwickler Juwi einen Solarpark mit knapp 20 Megawatt Leistung errichten. Am Donnerstag informierte das Unternehmen in Wetzlos.

Wetzlos - Im Saal der Gaststätte Hehrmann erläuterte Projektmanager Marco Mittner vor rund 30 Interessierten die Planung. Die Fläche, die genutzt werden soll, ist etwa 21 Hektar groß, liegt unmittelbar parallel zur A 7 und ist in Privatbesitz. Juwi würde das Areal pachten.

Die Leistung des Solarparks beziffert Juwi mit rund 20 Megawatt. Diese soll durch insgesamt 36.000 Solarpanels erzeugt werden, die innerhalb der umzäunten Fläche errichtet werden. Umgerechnet auf den Verbrauch eines Standard-Haushalts könnten laut Juwi 6700 Familien so mit Strom versorgt werden. Die CO2-Einsparung beträgt nach den Angaben des Projektierers jährlich 13.000 Tonnen.

Als Gewinn für die Artenvielfalt beschreibt Projektentwicklung Mittner die Freiflächen-Solaranlage bei Wetzlos (Hessen). Besonders dann, wenn – wie hier geplant – der Abstand zwischen den Solarplatten so groß ist, dass es am Boden immer wieder Bereiche mit voller Sonneneinstrahlung gebe, entwickele sich eine sehr vielfältiger Bewuchs mit entsprechend reichem Vogel- und Insektenleben.

Hessen: Solarpark im Haunetal? Strom für 6700 Familien

Der Standort an der Autobahn wurde ausgewählt, weil das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Hessen bevorzugt auf Flächen entlang von Bahntrassen und Autobahnen verweist.

Der Strom soll letztlich bei Burghaun-Gruben in das Leitungsnetz eingespeist werden. Der Solarpark könne nur deswegen wirtschaftlich sein, weil für den kürzlich in Betrieb gegangenen Windpark bei Wehrda bereits eine Leitungstrasse dorthin bestehe, sagte Mittner. Andernfalls sei eine Einspeisung in 15 Kilometern Entfernung nicht rentabel. (Lesen Sie hier: Steinau - Solarpark auf zehn Hektar Fläche geplant)

Südwestlich von Wetzlos (obere Siedlung) und Schletzenrod will Juwi in dem markierten Bereich entlang der Autobahn einen Solarpark errichten.

Das Projekt befindet sich im Anfangsstadium: „Wir wollen jetzt informieren, damit man sich in den Dörfern und in den gemeindlichen Gremien eine Meinung bilden und gegebenenfalls entsprechend handeln kann“, sagte Mittner. Falls der Solarpark realisiert werden soll, muss die Marktgemeinde Haunetal einen entsprechenden Bebauungsplan auf den Weg bringen. Neben Bürgermeister Timo Lübeck (CDU) nahmen auch mehrere Mandatsträger an der Veranstaltung teil.

Projekt durch Gewerbesteuer für die Gemeinde attraktiv

Für die Marktgemeinde kann das Projekt finanziell attraktiv sein. Zum einen würde die Standortkommune 90 Prozent der Gewerbesteuer, die für den Park fällig ist, erhalten. Interessanter ist der Anteil, den die Marktgemeinde als Anteil aus dem Verkauf des elektrischen Stroms erhält: Das gerade geänderte EEG setzt einen Rahmen dafür, dass pro dort generierter Kilowattstunde Strom 0,2 Cent an die Gemeinde fließen. Bei einer erwarteten durchschnittlichen Jahresleistung von 20.670.000 Kilowattstunden sind das über die gesamte Laufzeit von 20 Jahren jeweils rund 40.000 Euro.

Vorbehalte wurden in der Veranstaltung seitens der Landwirtschaft geübt: Es gab Kritik daran, dass hochwertige landwirtschaftliche Flächen aus der Produktion genommen würden. Mittner erläuterte, dass die EEG-Regeln in Hessen dasrauf nicht achteten. „Anders als bei einem Logistik-Park wird die Fläche nicht für immer versiegelt. Ein vollständiger Rückbau ist möglich.“

Beteiligungen von Privaten sind laut Mittner grundsätzlich möglich. Am ehesten seien sie über bereits bestehende Genossenschaften oder gemeinsam mit regionalen Banken abzuwickeln.

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