Die Einsatzkräfte der Bundespolizei aus Hünfeld.
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Die Hünfelder Hundertschaft im Einsatz.

124 Dienstposten

Bundespolizei in Hünfeld bekommt Einsatzhundertschaft wieder: „Gehört zu den besten in Deutschland“

2008 verlor der Standort der Bundespolizei in Hünfeld eine Einsatzhundertschaft. Zum 1. Juli ist eine neue Einsatzhundertschaft mit 124 Dienstposten in den Dienst gestellt worden.

Hünfeld - In der Bundespolizeiabteilung Hünfeld im Landkreis Fulda ist eine neue Einsatzhundertschaft mit 124 Dienstposten am Donnerstag offiziell in Dienst gestellt worden. „Für die Hünfelder Bundespolizei, aber auch für mich ist das heute nach über einem Jahrzehnt hartem Kampf für eine zusätzliche Einsatzhundertschaft ein besonderer Tag", so der osthessische Wahlkreisabgeordnete Michael Brand, der im Bundestags-Innenausschuss der zuständige Berichterstatter für die Bundespolizei ist.

Es sei eine nachhaltige Stärkung des Standortes Hünfeld, erklärte Brand. Die Führung der Hundertschaft übernimmt der langjährige Sachgebietsleiter Lage- und Öffentlichkeitsarbeit im Abteilungsstab, Polizeihauptkommissar Jürgen Bohl. 

Fulda: Standort der Bundespolizei in Hünfeld erhält Einsatzhundertschaft

„Danken möchte ich ausdrücklich Hünfelds Abteilungsführer Werner Friedrich wie dem GdP-Vorsitzenden (Gewerkschaft der Polizei) Frank Martini für das verlässliche und erfolgreiche Zusammenwirken in all den Jahren“, so Brand. „.Das ist ein gemeinsamer Erfolg. Acht Jahre verdammt hartes Bohren beim Bundesinnenminister haben sich für unseren Standort ausgezahlt.“

Bei der Bundespolizei-Reform 2008 wurde der Standort Hünfeld im Gegensatz zu anderen gesichert, verlor aber eine Einsatzhundertschaft. „Daraus resultierte eine in der Bundespolizei einmalige Abteilungsstruktur mit zwei Hundertschaften Spezialkräfte und lediglich einer Einsatzhundertschaft“, teilte die Bundespolizei in einer Pressenotiz mit. Aus einsatztaktischer und polizeifachlicher Sicht hätten jedoch viel Gründe für eine zweite Einsatzhundertschaften im Standort Hünfeld gesprochen.

Im Jahr 2017 war es schlussendlich gelungen, eine Entscheidung des Bundesministeriums des Innern zur Wiedererlangung der zweiten Einsatzhundertschaft bei der Bundespolizeiabteilung Hünfeld herbeizuführen. Anfang des vergangenen Jahres wurden die organisatorischen Voraussetzungen für den Aufbau der Einheit geschaffen. In den Jahren 2020 und 2021 erfolgte eine personelle Verstärkung des Standortes mit jungen Laufbahnlehrgangsabsolventen des mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienstes, die zur Auffüllung der neuen Hundertschaft aber auch der bestehenden Einheiten eingesetzt wurden.

Fulda: 124 neue Stellen bei der Einsatzhundertschaft der Bundespolizei in Hünfeld

Mit dem heutigen Tag sei die Entscheidung des Bundesinnenministeriums umgesetzt, sagte Brand. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Standort auch in den nächsten Jahren gestärkt wird. Seit April bietet der Standort in Hünfeld auch eine Jobberatung an, um Interessierte über die Arbeit der Bundespolizei am Standort Hünfeld zu informieren.

Benjamin Tschesnok, Bürgermeister von Hünfeld, freut sich über die neue Einsatzhundertschaft. „Auch die Stadt Hünfeld unterstützt weiter die Entwicklung des Standorts. Mit breiter Einmütigkeit sind die planungsrechtlichen Weichenstellungen geschaffen worden, um jetzt auch die bauliche Erweiterung voranzutreiben“, erklärte Tschesnok. Mit den zusätzlichen Stellen der neuen Hundertschaft sei die Bundespolizei in Hünfeld größer denn je. „Dafür sind Hünfelder Bürger auf die Straße gegangen, als der Standort von 30 Jahren aufgelöst werden sollte. Sie haben am Ende eindrucksvoll recht behalten“, äußerste sich der Bürgermeister.

Die erste Bewährungsprobe für die neue Hundertschaft steht bereits am Wochenende mit einem Einsatz in Bingen auf dem Programm. Polizeidirektor Werner Friedrich wünschte der Einheit zum Abschluss interessante und fordernde Einsätze mit einer verletzungsfreien Rückkehr. (kom, akh)

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