Wegen der bis Ende 2022 dauernden Umleitung des Verkehrs von Eitra durch Eiterfelds Ortsmitte wird die Ampelanlage an der Kreuzung im Eiterfelder Ortskern erst im Jahr 2023 gebaut werden.
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Wegen der bis Ende 2022 dauernden Umleitung des Verkehrs von Eitra durch Eiterfelds Ortsmitte wird die Ampelanlage an der Kreuzung im Eiterfelder Ortskern erst im Jahr 2023 gebaut werden.

Unfallträchtige Kreuzung

Ampeln kommen erst 2023: Eiterfelds Gemeindevertretung beschließt Nachtragsetat

  • Hartmut Zimmermann
    VonHartmut Zimmermann
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Die vielleicht für die meisten Eiterfelder interessanteste Nachricht kam kurz vor dem Ende der Gemeindevertretersitzung: Die Ampelanlage für die unfallträchtige Kreuzung im Eiterfelder Ortskern wird erst 2023 gebaut werden.

Ufhausen - Für die Freien Wähler hatte sich Yvonne Hohmann in einer Anfrage nach dem Planungsstand für die Ampel – auf verkehrsfachmännisch: Lichtzeichenanlage – an der Kreuzung von Bahnhof- und Fürstenecker Straße erkundigt.

Erster Beigeordneter Theodor Kohlmann, der den im Urlaub befindlichen Bürgermeister Hermann-Jose Scheich vertrat, erläuterte die Situation: Eigentlich habe Hessen Mobil mit der Gemeinde abgestimmt, dass die Ampel in diesem Jahr errichtet werden solle. Doch weil die L 3170 (Bahnhofstraße) in Folge der Sperrung der Ortsdurchfahrten von Eitra und Sieglos Teil der weiträumigen Umleitung sei, habe man seitens der Verkehrsbehörde beschlossen, die Ampelanlage erst zu errichten, wenn die Arbeiten in Eitra abgeschlossen seien – und die sind bis Ende 2022 terminiert. Die Bemühungen der Eiterfelder, die unfallträchtige Kreuzung zu entschärfen, gehen bis in die Mitte der 1990er Jahre zurück.

Hessen: Unfallträchtige Kreuzung in Eiterfeld - Ampeln kommen erst 2023

Einstimmig stimmten die vier Fraktionen der Gemeindevertretung für einen Nachtragsetat, den die Verwaltung vorgelegt hatte. Für die Freien Wähler nannte das Zahlenwerk „erfreulich und richtungweisend“. Die positive Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen lasse das zu erwartende Defizit im Ergebnishaushalt um rund die Hälfte auf rund 342.000 Euro sinken. Zudem werde mehr als eine halbe Million Euro mehr für junge Familien investiert als im Ursprungshaushalt geplant. Damit würden die Mehrkosten für die Finanzierung der Baugebiets-Erschließung in der Leimbacher Bartholomäusstraße und die Erweiterung der Großentafter Kita St. Joseph finanziert.

Der Eiterfelder Haupt- und Finanzausschuss bekommt einen neuen Namen und ein erweitertes Aufgabenfeld. Er soll künftig Haupt-, Finanz- und Digitalausschuss heißten. Inhaltlich hatte keine Fraktion Vorbehalte gegen den von Pascal Möller für die FWG eingebrachten Antrag. Es gab aber eine von CDU-Fraktionschefin Stefanie Klee ausgelöste Debatte darüber, ob der Ältestenrat nicht einbezogen werden solle. Einstimmig wurde die Änderung beschlossen – verbunden mit der Zusage, das zusätzliche Aufgabenfeld im Ausschuss gründlich zu definieren.

Eiterfelds Gemeindevertretung beschließt Nachtragsetat

Zustimmung aller fand auch der Antrag der CDU, das Ernteprojekt „Gelbes Band“ zu unterstützen. Damit wird die Gemeinde aufgefordert, die ihr gehörenden Obstbäume mit einem gelben Band zu kennzeichnen und damit zu signalisieren, dass man dort Obst ernten kann. Das Projekt wird vom Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt und steht unter dem Motto „Zu gut für die Tonne“, erläuterte der Gemeindevertreter Stefan Zahn. (Lesen Sie hier: Gegen Stromtrasse P 43 - Bürgerinitiative in Sargenzell hat Online-Petition gestartet)

Auch der von Marius Böttinger (CDU) eingebrachte Antrag, alle Friedhöfe in der Marktgemeinde mit Transportkarren für Blumen oder Erde auszustatten, fand die Zustimmung aller. Böttinger begründete die Initiative auch damit, dass mancherorts verbotenerweise versucht werde, schwer zu transportierende Güter mit dem Auto bis direkt an die Grabstätten zu fahren.

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