Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus und Christof Erb, der Breitband-Beauftragte des Landkreises Fulda, beim symbolischen Start für die „Digitale Dorflinde“ auf Point Alpha.
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Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus und Christof Erb, der Breitband-Beauftragte des Landkreises Fulda, beim symbolischen Start für die „Digitale Dorflinde“ auf Point Alpha.

Mehr WLAN-Bäume

Hessens 1000. „Digitale Dorflinde“ sendet auf Point Alpha - Digitalministerin zu Gast

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Die Magie der großen Zahl: Zum Start der 1000. „Digitalen Dorflinde“ gab es Besuch aus Wiesbaden: Hessens parteilose Digitalministerin Kristina Sinemus startete gestern auf Point Alpha gemeinsam mit Christof Erb vom Landkreis Fulda das Projekt, das den Besuchern der Gedenkstätte freien WLAN-Zugang bietet. 

Point Alpha - Mit diesem Standort, so Sinemus, schaffe man es, Geschichte und Zukunft zu verbinden. Für Hessen als ein Land, das bis vor 30 Jahren hier an der „Zonengrenze“ aufgehört habe, sei es großartig, dass an dieser Stelle nun ein Ort der Kommunikation und Verbindung entstehe. Die Ministerin schlug einen weiten Bogen von der Bedeutung der Markt- und Dorfplätze als Orte der Begegnung von der Antike über das mehr als 1200 Jahre alte Rasdorf mit seinem Anger bis zur „Digitalen Dorflinde“: Hier werde Begegnung zeitgemäß übersetzt. Am Point Alpha ermögliche der freie Internet-Zugang den Touristen zudem, sich sowohl über die Geschichte als auch über die Region weiter zu informieren.

Diesen Punkt griff auch Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn (CDU) auf, der der Point Alpha Stiftung ans Herz legte, die neuen Möglichkeiten der Darstellung auch zu nutzen. Er freue sich über diese Attraktivitätssteigerung für den Gedenkort. Insgesamt tue diese Förderung dem ländlichen Raum gut.

„Digitale Dorflinde“: Michael Brand würdigt Vorreiterrolle bei Digitalisierung

Die „Digitale Dorflinde“ sei ein gutes Beispiel dafür, wie mit vergleichsweise geringen Mitteln – pro WLAN-Punkt werden rund 2000 Euro aufgewandt – viel erreicht werde, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Markus Meysner. Sein Parteifreund aus dem Bundestag, Michael Brand, würdigte die Vorreiterrolle Hessens bei der Digitalisierung und dankte für die Auswahl des besonderen Standorts.

Brand verwies auch darauf, dass die moderne Informationstechnologie längst nicht nur ein Instrument des Austauschs, sondern auch der Kriminalität und der Politik sei. Gerade mit Blick auf Staaten, die ihre aggressiven Ansprüche heute nicht mehr mit Hilfe von Panzern, sondern auf der „Datenautobahn“ vorantrieben. Hier sei die Politik gefordert, die IT-Sicherheit zu gewährleisten.

Grüße von Landrat Bernd Woide (CDU) hatte der Breitband-Koordinator des Kreises, Christof Erb, im Gepäck. Der Landrat dankte für die Fördermittel und ließ ausrichten, das Zusammenwirken aller Beteiligten sei in diesem Bereich besonders wichtig.

Lesen Sie hier: „Unbelastet an die Arbeit gehen“: Wie Leitsch und Smolorz die Point Alpha-Stiftung leiten wollen

„Heißester Punkt“ des Kalten Krieges wird zu Hot Spot moderner Kommunikation

Erb ging auf die Geschichte von Point Alpha ein: Jetzt werde der „heißeste Punkt aus der Zeit des Kalten Krieges“ zum Hot Spot in Sachen moderner Kommunikation.

Die technische Ausstattung der „Digitalen Dorflinden“ liefert die österreichische Gesellschaft Innerebner. Deren Vertreter, Walter Innerebner, konnte am Point Alpha erst einmal Geburtstagsglückwünsche entgegennehmen. Die 1000. „Linde“ zu starten, sei ein schönes Geburtstagsgeschenk, sagte er und lobte die Zusammenarbeit mit den Technikern in Hessen. Die Anlagen entsprächen, sowohl was Datensicherheit als auch Jugendschutz angehe, den maßgeblichen Richtlinien.

Für die Point Alpha Stiftung hatte Geschäftsführer Sebastian Leitsch die Gäste willkommen geheißen. Der WLAN-Punkt sei eine Chance für die Stiftung und die Besucher, unterstrich er.

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