Tino Mehlmann schüttelt Joe Biden die Hand
+
Stolz wie Oskar: Tino Mehlmann schüttelt Joe Biden die Hand.

Begegnung mit künftigem US-Präsidenten

„Richtig stolz“: Tino Mehlmann aus Hohenroda traf Joe Biden in New York

United States of America steht auf dem blau-weißen Air-Force-Two-Flugzeug der Luftwaffe, das auf dem Rollfeld des La-Guardia-Flughafens in New York aufsetzt. Im Auto auf dem Rollfeld sitzt Tino Mehlmann aus Hohenroda-Glaam, wartend auf den Secret Service und das Okay zum Aussteigen. 

Hohenroda/New York - Nach zwei Stunden Vorbereitungszeit geht alles ganz schnell. Der Flieger des einstigen Vizepräsidenten und jetzt frisch gebackenen Präsidenten der Vereinigten Staaten setzt auf, die Treppe wird angedockt – das Zeichen für Mehlmanns Begleiter.

Der heute 46-Jährige geht bis an die Treppe des Flugzeugs und sieht wie Joe Biden herunter und auf ihn zukommt. „Ich war beeindruckt und gespannt“, erzählt Mehlmann. Auf Biden zugehen darf der Finanzexperte nicht, er wartet bis der Spitzenpolitiker zu ihm kommt. „Alles Sicherheitsvorkehrungen“, sagt Mehlmann.

Tino Mehlmann über neuen US-Präsidenten: Joe Biden ist ein sehr positiver Mensch

Neben dem Flugzeug schüttelt Biden dem Hohenrodaer die Hand, ein Fotograf schießt ein Bild. „Er ist ein sehr positiver Mensch, wirklich nett und höflich“, erinnert sich der 46-Jährige. Zehn Minuten hat Mehlmann Zeit, um mit Joe Biden zu sprechen. Er nutzt die Zeit, um ihm locker ein Anlagenkonzept vorzustellen. Biden gefallen die Ideen Mehlmanns, und nach dem Treffen arbeitet der Hohenrodaer mit den Stabsmitgliedern Bidens zusammen.

Die Begegnung liegt ein paar Jahre zurück. „Ich war richtig stolz, diese zehn Minuten zu haben und möchte alle Leute mit meiner Geschichte ermutigen, dranzubleiben, wenn man etwas erreichen will.“ Bekannte Persönlichkeiten zu treffen und mit ihnen zu arbeiten sei kein Produkt des Zufalls, sagt er. „Man muss im Leben Risiken eingehen und weitermachen, auch wenn man nicht immer erfolgreich ist“, appelliert der Anlagenberater. Den Tipp, wann und wo der künftige US-Präsident landen würde, hatte der Finanzexperte von einer seiner Schülerinnen erhalten, die selbst im Stab von Joe Biden arbeitete und Mehlmann mit zum Flughafen nahm.

Mehlmann hat Joe Biden im Wahlkampf unterstützt

Seit 2004 lebt der Mann aus Hohenroda-Glaam in den USA. Er wurde zunächst von seinem damaligen Arbeitgeber in den Vereinigten Staaten eingesetzt, machte sich dann selbstständig und arbeitet heute für eine Londoner Firma mit Sitz in New York. Der 46-Jährige gründete in Amerika eine Familie und durfte in diesem Jahr auch bei der Präsidentschaftswahl abstimmen. „Ich habe Biden gewählt und war in seinem Wahlkampfteam“, erzählt der Familienvater. Als Biden sich als Kandidat der Demokraten herausstellte, unterstützte Mehlmann den 77-Jährigen finanziell und auf den Straßen. „Ich war bei der Werbekampagne dabei“, berichtet er.

Dass es lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Joe Biden und Donald Trump war, hat den Deutschen frustriert. Optimistisch stimmt ihn nun, dass Biden als Sieger aus der Wahl hervorging. „Ich bin erleichtert, endlich geht es bergauf, gerade mit Blick auf die Corona-Krise.“ Dass die in den USA eingedämmt wird und endet, darauf hofft Familie Mehlmann. „Dann kann auch meine kleine Tochter wieder nach Deutschland reisen und die Familie besuchen“, hofft Tino Mehlmann.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema