Foto: Elisabeth Sternberg-Siebert

Zum Holocaustgedenktag: „Omas gegen Rechts“ putzen Stolpersteine in Burghaun

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Burghaun - Zum Holocaustgedenktag, 27. Januar, hatte „Pulse of Europe“ auf Facebook zum europaweiten Putzen von Stolpersteinen aufgerufen. Zahlreiche Menschen sind dem Aufruf gefolgt, so auch die Fuldaer „Omas gegen Rechts“, die in Burghaun geputzt haben.

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit. Auf Facebook rief „Pulse of Europe“ deshalb mit folgenden Worten zum europaweiten Putzen von Stolpersteinen auf: „Zu spät für zu viele Menschenleben. Heute können wir den Opfern des Holocaust nur noch gedenken, den Überlebenden Respekt entgegenbringen und versprechen, dass wir unser Möglichstes tun, dass es nie wieder so weit kommt. Demnigs Stolpersteine erhalten im Alltag das Andenken an ganz normale Menschen – Menschen wie du und ich. Toleranz, das Akzeptieren unserer Verschiedenheiten ohne Angst, Hass oder Missgunst sind die Voraussetzung für eine bessere Zukunft – in Europa und überall in der Welt.“

50 Stolpersteine glänzen wieder

Wie es in einer Pressemeldung heißt, seien zahlreiche Menschen dem Aufruf gefolgt, am 27. Januar, dem Holocaustgedenktag, die Namen der Holocaustopfer, die auf vielen der kleinen Gedenksteine im Straßenpflaster an zahlreichen Orte kaum noch gut lesbar sind, wieder sichtbar zu machen.

Auch die 50 Stolpersteine in den Straßen von Burghaun glänzen nun wieder. Die Fuldaer „Omas gegen Rechts“ haben die Initiative ergriffen und eine Burghauner Putztruppe vor Ort mit Putzmitteln unterstützt und ebenfalls geputzt.

Erinnerungen sollen wach gehalten werden

Die Fuldaer Omas und Opas gegen Rechts hatten sich am Holocaustgedenktag zusammen mit einigen Burghaunern engagiert, da es in Fulda bisher keine Stolpersteine gibt. Ihr Wunsch war es, mitzuhelfen, dass die Erinnerung an die von den Nazis verfolgten und getöteten Bürger wach gehalten wird. / sec

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