Über den Kreuzungsbereich Klingelstraße/Mackenzeller Straße/Jahnstraße/Josefstraße läuft im innerstädtischen Verkehr einiges.
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Über den Kreuzungsbereich Klingelstraße/Mackenzeller Straße/Jahnstraße/Josefstraße läuft im innerstädtischen Verkehr einiges.

Bereich Klingelstraße

Aus Knoten soll Kreisel werden: Hünfeld plant Umbauten für eine Million Euro

  • Harry Wagner
    vonHarry Wagner
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Auf einer stark befahrenen Ampelkreuzung in der Kernstadt soll künftig dank eines Kreisels der Verkehr flüssiger fließen. Der Hünfelder Magistrat stellte dem Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung entsprechende Pläne vor.

Hünfeld - Im Zuge der Planungen zum Um- und Ausbau der Klingelstraße ist vorgesehen, den Knotenpunkt Josefstraße/Jahnstraße/Klingelstraße/Mackenzeller Straße zu einem „kleinen Kreisverkehr“ auszubauen. Größe und Radius wären ähnlich dem bestehenden Kreisel am Großenbacher Tor. Der nötige Grunderwerb für den im Vergleich zur bestehenden Kreuzung höheren Flächenverbrauch ist nach Auskunft der Stadt geregelt, außerdem seien alle Fachbehörden im Vorfeld beteiligt worden. Es existiere eine Machbarkeitsstudie und es habe eine verkehrstechnische Untersuchung dazu gegeben.

Wie Fachbereichsleiter Uwe Jahn betonte, habe sich im Magistrat die Kommission für Stadtentwicklung und Verkehr eingehend mit der Maßnahme beschäftigt und dafür votiert, sie umzusetzen. Insgesamt sind dafür Kosten von rund einer Million Euro veranschlagt, wobei sich die Stadt über einen Förderantrag eine Zuwendung von rund 400.000 Euro erhofft.

Hünfeld baut Bereich Klingelstraße um: Stadt hofft auf Zuwendung von rund 400.000 Euro

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Wesentlicher Teil der Maßnahme ist auch die Um- und Neugestaltung der Klingelstraße inklusive der Kanal-und Leitungsarbeiten. Die Einrichtung eines Schutzstreifens für Radfahrer ist aufgrund der begrenzten Straßenbreite nicht vorgesehen, laut Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) aber auch nicht notwendig. „Die Radfahrer sind sicherer, wenn sie sich auf der Fahrbahn befinden, wo der Autoverkehr nicht an ihnen vorbeikommt.“ Außerdem werde auf der Klingelstraße alles andere als gerast. Verkehrsmessungen in Höhe der Stadthalle hätten, wie Uwe Jahn betont, eine Durchschnittsgeschwindigkeit der Autofahrer von 25,8 km/h ermittelt. Deshalb sei auch die Ausweisung einer Tempo-30-Zone auf der Klingelstraße kein Thema – zumal es auch rechtlich nicht möglich wäre, weil dieser Bereich zum einen als innerörtliche Hauptverkehrsstraße gilt und es zum anderen dort keine Einrichtungen wie etwa Schulen oder Kindergärten gibt, die die Tempobeschränkung rechtfertigen würden. Und was die Wege für Radfahrer betrifft: „Da können wir die Klingelstraße nicht losgelöst sehen. Sie ist als Teil eines innerstädtischen Radwegekonzepts zu sehen“, betont Tschesnok.

Stadt Hünfeld baut Ampelkreuzung um - Verkehr soll flüssiger fließen

Änderungen sind auch für die Brunnenstraße vorgesehen Sie soll nach dem Ende der Baumaßnahme wieder zweispurig befahrbar sein, wobei von ihr die Zufahrt zum Parkplatz am Kolpinghaus erfolgen soll, der bisher von der Klingelstraße aus angefahren wird. Dadurch erhofft sich die Stadt mehr Verkehrssicherheit an einer etwas unübersichtlichen Stelle. Zudem soll entlang der Brunnenstraße ein breiter Fußweg entstehen, der die Tafel des DRK mit der Stadthalle verbindet.

Und schließlich wird auch die untere Neustädter Straße betroffen sein. Deren Einmündung in die Klingelstraße stellt derzeit besonders für den links abbiegenden Verkehr eine Herausforderung dar. Künftig wird es dort nur noch möglich sein, rechts in Richtung Fuldaer Straße abzubiegen. Die Bauarbeiten sollen laut Auskunft der Stadt im nächsten Jahr starten.

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