Maler Willem Julius Müller (rechts) und Kurator Philipp Schumann bei der Eröffnung der Ausstellung „Apokalypse als Anfang“.
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Maler Willem Julius Müller (rechts) und Kurator Philipp Schumann bei der Eröffnung der Ausstellung „Apokalypse als Anfang“.

Werke von Willem Julius Müller

„Apokalypse als Anfang“ - Ausstellung im Hünfelder Museum eröffnet

Die Ausstellung „Apokalypse als Anfang“ wurde in Hünfeld eröffnet. Bis zum 30. Januar sind die Werke des Malers Willem Julius Müller im Hünfelder Museum zu sehen.

Hünfeld - Mit der „Apokalypse als Anfang“ zeigt das Hünfelder Museum Modern Art gegenwärtig wieder eine ganz besondere Ausstellung in einem einzigartigen Museum. Mit diesen Worten begrüßte Erster Stadtrat Stefan Schubert die Gäste zur Vernissage der Ausstellung mit Arbeiten des Berliner Malers Willem Julius Müller, die bis zum 30. Januar jeweils donnerstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr zu sehen sein wird, heißt es in einer Mitteilung des Magistrats der Stadt Hünfeld.

Das Besondere dieser Ausstellung zeigt sich auch darin, dass der Maler einen völlig eigenen Stil entwickelt habe, sagte Kurator Philipp Schumann von der Jungen Kunst Berlin, die er schon in seinen frühen Werken gezeigt habe. In den Räumen des Glockengasbehälters und der ehemaligen Gasanstalt sind Werke des Künstlers aus den zurückliegenden zwölf Jahren zu sehen, denen eines gemeinsam ist, dass sie in der Tradition der Landschaftsmalerei stehen, aber auch Elemente der Abstraktion zeigen, die in intensiven Farben zum Ausdruck gebracht werden.

Hünfeld: Ausstellung „Apokalypse als Anfang“ im Museum eröffnet

Thema der Bilder sind verlassene Orte, an denen Menschen einst gewirkt haben, die sich die Natur aber zurückholt. Insofern seien Müllers Bilder hoch aktuell, betonte Schumann. Er bildet in seinen Werken keine Menschen ab, die Menschen seien aber immer präsent durch die von ihnen geschaffenen Orte. In seiner Kunst beschäftige Müller stets die Frage, was passiere, wenn die Menschen abgezogen seien, betonte der Kurator. (Lesen Sie hier: Jubiläumsausstellung zur Geschichte der Bundespolizei in Point Alpha)

Müllers Bilder ließen deshalb vielschichtige Interpretationen zu, durch die intensive Farbgebung verselbstständige sich das Bild, so Schumann. Die Architektur werde stets dabei als Eingriff in die Natur wahrgenommen. Auch der Künstler selbst, der sich nach seinem Jurastudium einem Kunststudium in Hamburg und Berlin zugewandt hatte, nannte es einen spannenden Prozess, die Abstraktionen und Gegenständlichkeit in einem Bild zu vereinen. (ah)

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