Auf dem Areal der Christian-Andersen-Schule in Hünfeld wird fleißig Erde bewegt.
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Auf dem Areal der Christian-Andersen-Schule wird fleißig Erde bewegt. Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung will sich dort ein Übergangsquartier einrichten.

Hessische Zentrale für Datenverarbeitung

Verwaltung braucht mehr Platz: Containerdorf als vierter Standort

  • Harry Wagner
    vonHarry Wagner
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Erdarbeiten finden derzeit auf dem Gelände der Hünfelder Christian-Andersen-Schule an der Ecke Mackenzeller Straße/Jahnstraße statt. Auftraggeber ist der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH).

Hünfeld - Im wahrsten Sinne des Wortes wird der Boden bereitet für ein Containerdorf, das künftig als ein weiterer Standort der Hünfelder Außenstelle der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) dient. Es wäre dann bereits der vierte des zentralen IT-Dienstleisters der Landesverwaltung.

Seit 1990 ist die HZD in Hünfeld angesiedelt. Der Platzbedarf des Landesbetriebs hatte seitdem stetig zugenommen, so dass neben dem „Hauptquartier“ in der Mackenzeller Straße 3 auch Räume in der Töpferstraße sowie in der Außenstelle des Landratsamtes bezogen wurden.

Nun werden durch die Unterbringung in den Bürocontainern 70 weitere Arbeitsplätze der HZD entstehen, wie LBIH-Pressesprecher Alexander Hoffmann erklärt. „Dieser zusätzliche Raumbedarf hat sich durch wachsende IT-Aufgaben in der Außenstelle Hünfeld sowie der ab Herbst startenden Kooperation mit der Hochschule Fulda ergeben“, führt Hoffmann weiter aus.

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Containerdorf in Hünfeld für Hessische Zentrale für Datenverarbeitung

Die in Fulda im Bachelor-Studiengang Angewandte Informatik dual Studierenden sollen bei der HZD die Praxisabschnitte ihres Studiums absolvieren können. Deswegen sei der Containerbau als zusätzliche Unterbringungsmöglichkeit notwendig. Diese Lösung sei für einen Zeitraum von fünf bis sieben Jahren vorgesehen. In Bezug auf einen möglichen Grundstückskauf, der die Option böte, die einzelnen Hünfelder Standorte zentral zu vereinen, gibt es laut Hoffmann „aktuell keine neuen Entwicklungen“.

Die Stadt Hünfeld bietet ihre Mithilfe an, eine geeignete Liegenschaft zu finden, damit die HZD ihren Bedarf dauerhaft abdecken kann: „Wir stehen in Gesprächen und haben auch bereits konkrete Möglichkeiten dafür aufgezeigt“, bekräftigt Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) Er freue sich darüber, dass die HZD am Standort Hünfeld weiter wachse; die Stadt unterstütze dies nach Kräften. Das Containerdorf sei sicher derzeit eine Zwischenlösung.

Die HZD ist in erster Linie für die IT der hessischen Justiz zuständig. Darüber hinaus erbringt sie beispielsweise mit dem Druckzentrum und dem landesweiten IT-Service-Desk aber auch Leistungen für Behörden außerhalb Hessens.

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