Winterdienst ist nicht nur wegen der unsteten Einsatzzeiten anstrengend: Manchmal machen auch zugeparkte Anliegerstraßen den Teams mit den Schneepflügen das Leben unnötig schwer.
+
Winterdienst ist nicht nur wegen der unsteten Einsatzzeiten anstrengend: Manchmal machen auch zugeparkte Anliegerstraßen den Teams mit den Schneepflügen das Leben unnötig schwer.

Bauhof bittet um Rücksicht

Dauereinsatz für den Winterdienst in Hünfeld: Fahrzeuge starten morgens um fünf Uhr

Der aktuelle Wetterbericht beschert der Region Abwechslung mit Schneeregen, Schnee und gefrierendem Regen. Für die Winterdienst-Mitarbeiter der Kommunen heißt das: Es gibt weiterhin viel zu tun.

Hünfeld - „Der Winterdienst hat dem städtischen Bauhof in Hünfeld in den zurückliegenden drei Wochen viel abverlangt“, schreibt die Stadt Hünfeld in einer Pressemitteilung. „Mit fünf Fahrzeugen und weiteren acht Mitarbeitern, die vor städtischen Liegenschaften manuell räumen, war das Personal auch am Wochenende im Einsatz“, wird Michael Mihm zitiert, der für die Koordination des Personals zuständig ist.

Eingesetzt wurden neben zwei Lastwagen, einem Unimog und einem Mehrzweckfahrzeug auch ein kleiner Traktor. Dieser war insbesondere im Einsatz, um Fußwegverbindungen und Gehwege zu räumen. (Lesen Sie hier: Landwirt hilft dem Bauhof in Nüsttal beim Winterdienst)

Hünfeld: Dauereinsatz für den Winterdienst - Fahrzeuge starten morgens um fünf Uhr

Morgens ab spätestens 5 Uhr starten die Fahrzeuge, um nach einer detaillierten Prioritätenliste die Schul- und Arbeitswege sicherzustellen. Erst danach werden je nach Kapazität und Intensität des Schneefalls auch Anliegerstraßen geräumt. Weil das Straßennetz Hünfelds für die Bauhof-Teams zu umfangreich ist, werden die Einsatzkräfte der Stadt durch zwei private Dienstleister unterstützt. Diese sind vor allem in den Stadtteilen tätig.

Die Stadt nutzt die Pressemitteilung auch, um Verständnis dafür zu erbitten, dass der Bauhof nicht überall zur gleichen Zeit die Straßen räumen kann: Priorität hätten nun mal die Arbeitswege und die Straßen, auf denen der Schülerbusverkehr sichergestellt werden müsse, sagt der Einsatzleiter. Er bittet Anwohner auch um Rücksichtnahme beim Parken in den Straßen. Dort, wo die Straßen zugeparkt seien, komme der Schneepflug manchmal nicht durch. Gleichwohl gebe es in solchen Straßen auch immer wieder Beschwerden.

Winterdienst: Stadt Hünfeld bittet um Verständnis - Arbeitswege haben Priorität

Ein besonderes Augenmerk habe der städtische Bauhof auch auf Steilstrecken, die bei starken Schneefällen teilweise mehrfach am Tag angefahren werden müssen, um dort sicheres Fahren zu gewährleisten.

Um Salz zu sparen und die Umwelt zu schonen, setzt der städtische Bauhof überwiegend ein technisches System ein, bei dem das Streusalz beim Ausbringen angefeuchtet wird. Das hat den Vorteil, dass das Streugut besser an der Fahrbahnoberfläche haftet. Trockenes Salz wird dagegen häufig durch Autos förmlich weggeblasen und liegt dann nutzlos am Straßenrand, während Eis und Schnee auf der Fahrbahn nicht weggetaut werden. Dadurch kann die Salzmenge erheblich reduziert werden. (zi)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema