André Kulla wird von Bischof  Michael Gerber zum Priester geweiht.
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André Kulla wird von Bischof Michael Gerber zum Priester geweiht.

Festgottesdienst

Bischof Michael Gerber weiht André Kulla aus Neuhof zum Priester 

Frater André Kulla wurde in der Hünfelder Klosterkirche durch Bischof Dr. Michael Gerber zum Priester geweiht. Für den Fuldaer Bischof war es der erste offizielle Besuch im Bonifatiuskloster, zu dem ihn der Provinzial der Oblaten, Pater Felix Rehbock, herzlich begrüßte.

Hünfeld - Am Festgottesdienst nahmen wesentlich weniger Menschen teil als sonst bei Feiern dieser Art im Kloster üblich. „Wir haben die Anzahl der Personen wegen Corona stark begrenzen müssen“, erklärt André Kulla, „deshalb konnten nur geladene und vorher angemeldete Gäste kommen.“ Das galt auch für Mitglieder der Ordensgemeinschaft sowie für Angehörige und Freunde des aus Neuhof stammenden Neupriesters. „Diejenigen, die nicht persönlich an der Feier teilnehmen konnten, hatten die Möglichkeit, den Gottesdienst auf unserem YouTube-Kanal zu verfolgen“, so Kulla.

Internetnutzer aus Italien, Spanien, Tschechien, Norwegen, der Ukraine und anderen Ländern haben dieses Angebot der Oblaten genutzt. Auf diese Weise konnten auch Menschen an der Feier teilnehmen, die sich dem Neupriester verbunden fühlen, obwohl ein persönlicher Besuch in Hünfeld nicht möglich war. (Lesen Sie hier: Ökumenischer Neujahrsgruß: Pfarrer-Quartett schreibt gemeinsam an die Gemeinden in Hünfeld).

André Kulla aus Neuhof wird von Bischof Michael Gerber zum Priester geweiht

Das galt besonders für die zahlreichen Freunde und Studienkollegen, die Kulla während des Studiums in Rom kennengelernt hat. „Meine Mitbrüder aus dem internationalen Studienhaus arbeiten heute in allen Teilen der Welt, mich hat die Ordensleitung für den Dienst in der Heimat eingeteilt“, so Pater Kulla. Diesen Dienst hat er seit Ende des Studiums als Schulseelsorger am Gymnasium der Oblaten in Burlo im Münsterland versehen. Zukünftig wird er für die Jugendseelsorge der Oblaten in Deutschland zuständig sein und im Jugendkloster in Fulda leben. Dass ihn der Bischof von Fulda zum Priester geweiht hat, freue ihn auch deshalb ganz besonders.

In seiner Predigt zum Tagesevangelium vom Sturm auf dem See betonte Bischof Gerber, wie wichtig es für den Neupriester sei, in den Stürmen des Lebens zu reifen. Wer sich heute für den priesterlichen Dienst entscheide, der müsse auch mit Gegenwind und stürmischer See rechnen. Dem könne man weder mit Naivität noch mit purem Draufgängertum begegnen, sondern nur in der Zuversicht, „dass Gott mit im Lebensboot sitzt.“

Pater Kulla: „Mich hat die Ordensleitung für den Dienst in der Heimat eingeteilt“

Am Ende des Gottesdienstes spendete der Neupriester den Anwesenden und den Teilnehmern im Internet den Primizsegen. Bei seinen Dankesworten bedauerte Pater Rehbock, dass die Oblaten wegen Corona niemanden zum Essen ins Kloster einladen könnten. Er kündigte aber an, nach der Pandemie diesen Teil der Feier im Jugendkloster in Fulda, der zukünftigen Wirkungsstätte von Pater Kulla, im Rahmen eines Festes der Berufung nachzuholen. (hw)

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