Weihnachtliche Marktstimmung wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie vor dem Hünfelder Rathaus nicht geben.
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Weihnachtliche Marktstimmung wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie vor dem Hünfelder Rathaus nicht geben.

Zu hohe Infektionszahlen

Hünfeld: Corona-Aus für Martinsmarkt und Adventsmarkt - Bürgermeister Tschesnok muss „Notbremse ziehen“

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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  • Hartmut Zimmermann
    Hartmut Zimmermann
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Was viele schon befürchtet hatten, ist nun offiziell: Der Martinsmarkt sowie der Adventsmarkt werden wegen der um sich greifenden Corona-Pandemie in diesem Jahr ausfallen. Das haben die Veranstalter und die Stadt Hünfeld mitgeteilt.

Update von 12.05 Uhr: Nach sorgfältiger Abwägung aller Rahmenbedingungen besteht nach Angaben von Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok keine Möglichkeit, den Adventsmarkt unter Einhaltung aller Corona-bedingten Sicherheitsvorgaben durchzuführen. Am Montagabend hatten die Veranstalter und die Stadt Hünfeld bereits den Martinsmarkt abgesagt.

Der Bürgermeister bedauert, dass keine andere Entscheidung möglich war und bittet um Verständnis. Die stark ansteigenden Infektionszahlen im Landkreis Fulda hätten es allerdings erforderlich gemacht, auch solch schmerzvolle Entscheidungen treffen zu müssen, gab die Stadt Hünfeld in der Pressemitteilung bekannt. In den zurückliegenden Wochen seien verschiedene Überlegungen angestellt und Konzepte erarbeitet worden, die allerdings von dem angestiegenen Infektionsgeschehen überholt worden seien, da nun auch die Kontaktbeschränkungen vom Landkreis Fulda verschärft wurden. Deshalb habe jetzt keine Option mehr zur Verfügung gestanden, außer die Notbremse zu ziehen.

In Hünfeld wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keinen Adventsmarkt geben. (Archivfoto)

Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok sei sich sehr bewusst, dass gerade solche Veranstaltungen fehlten, die die Menschen zusammen brächten in der Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben, aber auch im Hinblick auf das tatsächliche Infektionsrisiko, dass von solchen Veranstaltungen ausgehen könne, blieb aus Sicht des Bürgermeisters keine andere Entscheidungsmöglichkeit. Trotzdem bittet Benjamin Tschesnok in seiner Mitteilung, dass die Menschen gerade in der bevorstehenden Weihnachtszeit in der Corona-Pandemie einander nahe und verbunden bleiben – und dennoch den notwendigen Abstand halten.

Erstmeldung vom 28. Oktober, 6.33 Uhr:

Hünfeld - Der Hünfelder Martinsmarkt am 7. und 8. November wird nicht stattfinden. „Wir mussten uns angesichts des dramatisch ansteigenden Infektionsgeschehens mit dem Covid19-Virus zu diesem schmerzlichen Schritt entschließen“, teilt Gitta Grafe-Hodes in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Stadt Hünfeld mit.

„Die Entscheidung ist uns nach einer sorgfältigen Abwägung der Risiken nicht leicht gefallen“, sagt die Vorsitzende des Hünfelder City-Marketings. „Aber letztlich blieb uns wegen der drastisch ansteigenden Infektionszahlen keine andere Wahl.“ Die Sicherheit der Gäste gehe eindeutig vor.

Hünfelder Martinsmarkt wird abgesagt - Tschesnok „schmerzliche Entscheidung“

Als Veranstalter hatte das City-Marketing zuvor intensive Gespräche auch mit der Stadt Hünfeld geführt. War es bei der Landpartie im September mit einem detaillierten Hygienekonzept noch gelungen, die Sicherheit der Besucher und der Geschäftsleute zu gewährleisten und den Gästen ein attraktives Marktgeschehen zu präsentieren, ist dies angesichts der dramatisch steigenden Infektionszahlen auch im Landkreis Fulda derzeit ganz einfach nicht darstellbar, ist sich der Verein City-Marketing sicher. Auch wenn dies nach der Geschäftsschließung im Frühjahr ein erneuter schwerer Rückschlag sei, bleibe aus Verantwortung für die Marktbesucher letztlich keine andere Wahl.

Zwangspause für den Martinsmarkt: Der Verein City-Marketing und die Stadt Hünfeld teilten am Montag mit, dass die Veranstaltung wegen der rapide steigenden Covid 19-Fälle abgesagt wird. Zum Thema Adventsmarkt hält sich die Stadt noch bedeckt. (Archivbild)

Aus Sicht von Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) ist dies eine sehr schmerzliche, aber letztlich vernünftige Entscheidung des Vereins, dessen Mitglieder damit erneut Verzicht üben und einen schweren Einschnitt verkraften müssten.

Der Martinsmarkt habe sich in den zurückliegenden Jahren zu einem wichtigen Tag entwickelt, der nicht nur Umsätze gebracht, sondern auch einem breiten Publikum aus der ganzen Region die Leistungsfähigkeit des örtlichen Einzelhandels vor Augen geführt habe. „Umso mehr sind wir alle gefordert, weiterhin unseren örtlichen Einzelhandel zu unterstützen, damit die Innenstadt lebendig bleibt“, wirbt Bürgermeister Tschesnok abschließend um Verständnis und für die Berücksichtigung des örtlichen Handels.

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