Das ehemalige Backhaus in Oberrombach hat vom Dorferneuerungsprogramm profitiert.
+
Das ehemalige Backhaus in Oberrombach hat vom Dorferneuerungsprogramm profitiert.

Bilanz gezogen

Dorferneuerung trägt Früchte: Viele Investitionen in Hünfelder Stadtteilen

Als Staatsminister Dieter Posch am 6. Dezember 2011 in Oberrombach den förmlichen Anerkennungsbescheid zur Aufnahme von Oberrombach, Rudolphshan und Oberfeld in das Dorferneuerungsprogramm überreichte, ahnte wohl noch niemand, welche Bedeutung dieses Programm für alle Dörfer der Stadt Hünfeld einmal gewinnen sollte.

Hünfeld - Im Jahr darauf änderte das Land die Förderrichtlinien, alle zu der Stadt im Landkreis Fulda gehörenden 14 Dörfer wurden in das ländliche Entwicklungsprogramm IKEK aufgenommen. Seit dieser Zeit wurden mehr als 2,3 Millionen Euro in die Infrastruktur der Dörfer investiert. Darüber hinaus wurden private Investitionen in einer Größenordnung von weiteren 2,35 Millionen Euro ausgelöst und Zuschüsse in Höhe von rund 650.000 Euro gezahlt. (Lesen Sie hier: Schulen, Sport und Kitas: Stadt Fulda will in diesem Jahr 121 Millionen Euro investieren - trotz Corona)

Dabei sei der Rahmen anfangs eng gesteckt worden, so Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU): Der Umfang der öffentlichen Investitionen sei einschließlich des städtischen Eigenanteils auf 1,5 Millionen Euro gedeckelt gewesen.

Dorferneuerungsprogramm im Hünfeld Umland: 2,3 Millionen Euro investiert

Mittlerweile würden auch die öffentlichen Investitionen den Betrag von 2,3 Millionen Euro weit überschritten, wie die Stadt mitteilt. Das Geld wurde nach Angaben des Bürgermeisters insbesondere dazu genutzt, viele Bürgerhäuser und Dorfgemeinschaftshäuser zu modernisieren, barrierefrei zu gestalten und damit fit für die Zukunft zu machen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Gestaltung von Dorfmittelpunkten und Begegnungsplätzen, die für das dörfliche Gemeinschaftsleben von Bedeutung sind.

Außerdem erlaubte das Programm die Erfüllung manchen Wunsches der Dorfgemeinschaften, wie die Sanierung des Ehrenmals auf dem Friedhof in Rudolphshan oder die Aufstellung von einheitlichen Ortseingangstafeln mit typischen Motiven aus den jeweiligen Dörfern.

Dorferneuerungsprogramm im Hünfeld Umland: Bürgermeister zieht positive Bilanz

Vorausgegangen waren intensive Beratungen nicht nur in den städtischen Gremien und den Ortsbeiräten, sondern auch mit den Bürgern vor Ort, bei denen Ideen und Konzepte entwickelt wurden, die in konkrete Handlungsansätze und Maßnahmen gemündet sind.

Das Dorferneuerungsprogramm hat nach Einschätzung von Bürgermeister Benjamin Tschesnok den Dörfern sehr gut getan, vor allem in der Schlussphase der Laufzeit. Vieles sei runderneuert worden. Zur Stützung der Konjunktur hatte das Land die Förderquoten noch einmal erhöht und den Förderrahmen geöffnet. In den zurückliegenden Monaten habe die Stadtverwaltung alles daran gesetzt, um noch so viele Projekte wie möglich innerhalb dieses Programms umsetzen zu können.

So sei es beispielsweise noch gelungen, die notwendige Erneuerung des Dorfplatzes in Rudolphshan, entscheidende Verbesserungen am Vereinshaus in Kirchhasel und die Sanierung des Backhauses von Rudolphshan unterzubringen. Letztlich war dieses Programm auch die Gewähr, dass die Stadt Fördermittel für den Abbruch von baufälligen Gebäuden in der Ortsmitte von Roßbach erhalten konnte, um dort Baugrundstücke zur Verfügung stellen zu können. (hw)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema