Das DRK sucht noch ehrenamtliche Fahrer, die Senioren zum  Fuldaer Impfzentrum chauffieren.
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Ehrenamtliche Fahrer bringen Senioren zum Fuldaer Impfzentrum.

Service bleibt gefragt

Ehrenamtliche bringen Hünfelder zum Impfen - „Senioren würden Fahrer am liebsten umarmen“

67 Senioren über 80 Jahre sind bis Ende vergangener Woche von ehrenamtlichen Helfern des Hünfelder DRK-Kreisverbandes zum Impfzentrum nach Fulda gebracht worden – der älteste Fahrgast war 101 Jahre alt. Weitere Anmeldungen für die kommenden Monate liegen bereits vor.

Hünfeld - Für Ulrich Strobl und Franz-Josef Kohlmann von der DRK-Ortsgruppe Buchfinkenland war dies gerade in letzter Zeit fast ein Fulltime-Job, wie DRK-Präsident Dr. Eberhard Fennel bei einem Besuch von Bürgermeister Benjamin Tschesnok im Generationentreff berichtete. Insgesamt rund 30 ehrenamtliche Fahrer und Helfer waren im Einsatz.

Ehrenamtliche bringen Hünfelder zum Impfen - „Senioren würden Fahrer am liebsten umarmen“

Die Kombination aus Corona-Impflotsen der Stadt und des DRK sowie den ehrenamtlichen Fahrern habe sich bislang bewährt. Er sei der Stadt Hünfeld sehr dankbar, dass sie die finanziellen Mittel für den Einsatz des Bürgerbusses zur Verfügung gestellt und dieses Projekt gemeinsam mit dem DRK angeschoben habe, sagte Fennel.

Die Senioren sind nach den Worten von Franz-Josef Kohlmann sehr dankbar. Durch das Team der Ehrenamtlichen werden sie zu Hause abgeholt, zum Impfzentrum in Fulda gefahren, dort begleitet und auch wieder nach Hause gebracht. Manche Senioren würden die Fahrer gerne umarmen für ihren Einsatz, wenn die Pandemie dies zulassen würde, berichtete Kohlmann.

Dieser Fahrdienst wird für Senioren angeboten, die keine Möglichkeit haben, durch Familie und Freunde die Fahrten organisieren zu können. Sie werden über ihre Impflotsen, die von der Stadt und vom DRK gesucht worden waren, beim Fahrdienst angemeldet oder melden sich selbst beim DRK unter der Nummer (06652) 967013 oder per Mail (v.petter@drk-huenfeld.de).

Besonders während der schneereichen Februarwochen stellte dieser ehrenamtlicher Einsatz die Helfer vor manche große Herausforderung. „Nach dem Eisregen habe ich sonntagmorgens fast eine Stunde gebraucht, um das Fahrzeug zu enteisen und wieder gangbar zu bekommen“, sagte Strobl. Die Fahrer hätten aber auch diese Zeit sehr gut gemeistert.

Eingesetzt werde der DRK-Bürgerbus Buchfinkenland, ein Senioren- und Sozialbus der St. Elisabeth Stiftung und zwei weitere Fahrzeuge des DRK-Kreisverbandes, da die Fahrzeuge nach den Impffahrten an allen möglichen Kontaktflächen desinfiziert werden müssen. Schon jetzt sind Termine bis in den Juni gebucht. Sobald alle über 80-Jährigen ein Impfangebot wahrnehmen konnten, soll dieser Service auch für Mobilitätseingeschränkte über 65 Jahren angeboten werden, die keine andere Möglichkeit haben, das Impfzentrum zu erreichen. (hw)

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