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Bundespolizei zieht zunächst in Containerdorf - Erweiterungsbau planungsrechtlich abgesichert

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Von: Sebastian Reichert

Freuten sich über den Startschuss für eine Übergangsunterkunft: Polizeihauptmeisterin Kati Vornweg (von links), Personalratsvorsitzende Sandra Seidel, Stabsbereichsleiterin Doreen Conrad, Bauoberrat Markus Heurung, Hundertschaftsführer Elmar Burkardt, stellvertretender Hundertschaftsführer Jürgen Bohl, Bürgermeister Benjamin Tschesnok, Wahlkreisabgeordneter Michael Brand, Abteilungsführer Werner Friedrich und stellvertretender Abteilungsführer Steffen Rieger.
Freuten sich über den Startschuss für eine Übergangsunterkunft: Polizeihauptmeisterin Kati Vornweg (von links), Personalratsvorsitzende Sandra Seidel, Stabsbereichsleiterin Doreen Conrad, Bauoberrat Markus Heurung, Hundertschaftsführer Elmar Burkardt, stellvertretender Hundertschaftsführer Jürgen Bohl, Bürgermeister Benjamin Tschesnok, Wahlkreisabgeordneter Michael Brand, Abteilungsführer Werner Friedrich und stellvertretender Abteilungsführer Steffen Rieger. © Stadt

Der allererste Schritt dafür, dass die neue Einsatzhundertschaft der Bundespolizei Hünfeld auch adäquate Räumlichkeiten vorfindet, ist getan. Um die Zeit zu überbrücken, bis die Erweiterungsbauten stehen, wird ein Containerdorf ihr Zuhause sein. 

Hünfeld - Bislang teilen sich die beiden Einsatzhundertschaften einen Gebäudeblock am Standort in der Molzbacher Straße in Hünfeld, was besonders während den Hochzeiten der Corona-Pandemie zu nicht unerheblichen Problemen im Alltag geführt hat. Der Containerbau soll im zeitigen Frühjahr 2023 bezugsfertig werden. 

Um vom Provisorium irgendwann in eine dauerhafte Lösung übergehen zu können, berichtete Bürgermeister Benjamin Tschesnok, dass die Stadt Hünfeld für die Bundespolizei bereits zur Vorbereitung einer solchen Maßnahme in Vorleistung getreten sei (lesen Sie auch hier: Tierpark, Autokino, überdachte Treffpunkte - Bürgermeister hört sich Wünsche von Jungendlichen an).

Hünfeld: Erweiterungsbau geplant - Bundespolizei zieht in Containerdorf

Die hierfür notwendige Erweiterung der Liegenschaft sei mittlerweile planungsrechtlich abgesichert. Derzeit stehe die Stadt in Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern. Tschesnok zeigte sich zuversichtlich, dass die Stadt die Grundstücke in nächster Zeit erwerben kann, um sie dann an die Bundesimmobilienverwaltung weiterzugeben.

„An der Stadt Hünfeld soll es nicht liegen“, sagte Tschesnok. Das neue Containergebäude wird eine Länge von rund 54 Metern, eine Breite von 14,5 Metern und eine Höhe von 8,4 Metern aufweisen, erläuterte Doreen Conrad, die Stabsbereichsleiterin Zentrale Dienste des Hünfelder Standortes (lesen Sie auch hier: Straftaten-Hattrick in Fulda - Polizei leitet drei Strafverfahren gegen Mann ein).

Darin sollen Büros, Funktionsräume, Sanitär- und Sozialräume für die Bundespolizisten geschaffen und damit die gegenwärtige Raumnot behoben werden. Abteilungsführer Werner Friedrich erhofft sich davon eine erhebliche Entlastung für die uniformierten Beschäftigten. Allein für März kommenden Jahres steht die Aufnahme von mehr als 60 neuen Mitarbeitern nach Abschluss ihrer Ausbildung in Hünfeld an.

Video: Die Bundespolizei - das sind ihre Aufgaben

„Jetzt rollen die Bagger. Das ist ein absolut wichtiger Tag für den Standort der Bundespolizei in Hünfeld“, so der Bundestagsabgeordnete Michael Brand, der sich dieser Tage ein Bild von den Bauarbeiten für die künftige Stationierung einer zusätzlichen Einsatzhundertschaft machte. Nach jahrelangem Kampf hatte der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière diese Entscheidung 2017 pro Hünfeld getroffen.

Werner Friedrich dankte Brand für seinen „unermüdlichen Einsatz für den Standort.“ Davon profitiere die Bundespolizei. „Hünfeld ist stark wie nie, mit mehr Personal, neuem Trainingszentrum, neuer Anti-Terror-Einheit und der künftigen Einsatzhundertschaft. Und wir sprechen in Berlin bereits über weitere Schritte“, sagte Brand.

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