Auch wenn das Narrenherz schmerzt – in Hünfeld wird es keine großen Veranstaltungen geben.
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Auch wenn das Narrenherz schmerzt – in Hünfeld wird es keine großen Veranstaltungen geben (Archivfoto).

Stadt will Vereinen helfen

Auch keine Fastnacht in Hünfeld: Narren sagen alle Veranstaltungen ab

Auch in der Krise stehen die Hünfelder Narren zusammen: Einhellig haben sich alle Vereine und Veranstalter in einer Zusammenkunft mit Bürgermeister Benjamin Tschesnok dafür ausgesprochen, sowohl zum 11.11. als auch in der Kampagne nach dem Jahreswechsel alle Saal- und Straßenveranstaltungen abzusagen, um die Gäste keinem Infektionsrisiko auszusetzen.

Hünfeld - Die Diskussion, zu der der Bürgermeister am Donnerstagabend eingeladen hatte, sei sehr verantwortungsvoll gewesen, betont Tschesnok. Es habe einen breiten Konsens gegeben, dass solche Veranstaltungen im Angesicht der Pandemie nicht durchgeführt werden könnten. Auch wenn so manches Narrenherz blute, der Schutz der Gäste habe bei solchen Veranstaltungen ganz einfach Vorrang, seien sich die Teilnehmer einig gewesen, erklärte Tschesnok. Narren stünden auch in der Krise zusammen, hielten aber den nötigen Abstand.

Umso mehr freue es ihn, dass am Vorabend bereits der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht für eine Initiative aus der Stadtverordnetenversammlung gegeben habe, dass Vereine, die vertragliche oder finanzielle Verpflichtungen eingegangen seien, beispielsweise durch das Buchen von Bands, nicht im Regen stehen gelassen werden sollen. Dort, wo die Vereine in finanzielle Probleme geraten könnten, wolle die Stadt helfen.

Fastnacht in Hünfeld fällt flach: Umzug in Nüst soll 2022 stattfinden

Eingeladen zu der Zusammenkunft waren neben den Fastnachtsvereinen aus dem Buchfinkenland, Malges, Mackenzell, Nüst und Hünfeld auch alle anderen Veranstalter, die in der Haunestadt traditionell Fastnachtsveranstaltungen in der närrischen Zeit ausrichten. Der traditionelle Umzug in Nüst werde statt 2021 dann 2022 stattfinden. Es bleibe bei der vereinbarten Reihenfolge der Fastnachtsumzüge in Nüst, Mackenzell und Rückers.

Diese Entscheidung sei sicher sehr schmerzvoll, betonte Benjamin Tschesnok im weiteren Verlauf, aber es spreche für das große Verantwortungsgefühl der Vereine und Institutionen, dass sie diesen breiten Konsens mittragen.

Auch die Fuldaer Fastnacht wurde wegen der Corona-Pandemie komplett abgesagt. (hw)

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