Die 40 Sisters in Action in ihren Chorfarben: rot und schwarz.
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Die 40 Sisters in Action in ihren Chorfarben: rot und schwarz.

40 Frauen

„Sisters in Action“: Hünfelder Gospelchor begeistert Publikum seit 21 Jahren

Was vor 21 Jahren bei ein paar Gläsern Rotwein geboren wurde, hat heute immer noch Bestand: Die Sängerinnen des Gospelchors „Sisters in Action“ begeistern ihre Zuhörer regelmäßig mit flotten Gospelklängen.

Hünfeld - „An Gründonnerstag 1999 saßen fünf Frauen in einem kleinen Café in Wehrda und haben bei einer Flasche Rotwein kurzerhand beschlossen, einen Chor zu gründen“, erzählt Solveig Kirbus, Vorsitzende der Sisters in Action. Dabei wollte man einen etwas anderen Chor als die herkömmlichen entstehen lassen. Einziges Kriterium: Es sollten hauptsächlich englische Lieder gesungen werden.

Besagter Donnerstag war somit Gründungstag des noch heute erfolgreichen Gospelchors. Auch bei der Suche nach einer Chorleiterin wurde man schnell fündig: Elena Töws ist noch heute der führende Kopf der Sängerinnen.

Hünfeld: Gospelchor „Sisters in Action“ begeistert Publikum seit 21 Jahren

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Aus Chorkolleginnen sind mit der Zeit richtige Freundinnen geworden. Und so lassen es sich die Frauen nicht nehmen, einmal im Jahr einen gemeinsamen Städtetrip zu machen. „In den letzten Jahren haben wir viele Städte besucht und dort in verschiedenen Kirchen oder einfach in Fußgängerzonen Konzerte gegeben“, erzählt Kirbus begeistert. Dresden, Hamburg, Köln, Berlin oder gar Österreich – die Trips an den Wochenenden waren immer richtige Highlights.

Oft haben in der jeweiligen Stadt Chortreffen mit Chören aus ganz Deutschland stattgefunden. „Das sind dann die Highlights unseres Chorlebens – gemeinsam verreisen und das Repertoire einem möglichst großen Publikum vorzutragen“, erzählt die Vorsitzende begeistert.. Ein weiteres Highlight war das große Fest anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der „Sisters in Action“, welches sie ausgiebig feierten und bei dem sie einige Lieblingslieder zum Besten gaben. Zweimal im Jahr veranstalten sie ein Workshop-Wochenende, an dem das Programm für das kommende Jahr besprochen wird.

Die Liederauswahl gestaltet sich dabei sehr vielfältig: „Wir haben mit einfachen Gospels und Spirituals angefangen, um uns alle ran zu tasten und haben uns immer weiter entwickelt. Jetzt singen wir, was uns gefällt und vor allem Spaß macht“, so Kirbus. Sowohl neuer als auch alter Gospel gefällt und wird vierstimmig zum Besten gegeben, ebenso Pop und Rock.

„Da wir ausschließlich Frauen sind, schreibt unsere Chorleiterin die Partituren für unsere vier Stimmen selbst. Auch nach 20 Jahren brennt sie für unseren Chor und hat immer neue Ideen.“ Und auch die Auftrittsorte sind äußert vielfältig: „Wir singen dort, wo es für uns passt. Das ist absolut abwechslungsreich. Nur auf Beerdigungen treten wir nicht auf“, informiert Kirbus.

Neben eigenen Events wie Chorabenden, zu denen befreundete Chöre aus der Umgebung eingeladen werden, treten sie auf Festen auf. Das sind Geburtstage, Hochzeiten, kirchliche Veranstaltungen, oft werden sie auch von Privatpersonen engagiert. „Wir haben das Jahr immer genügend Termine“, freut sich die begeisterte Gospelsängerin über das zahlreiche Interesse an der Gruppe – eigentlich.

Denn all dies muss derzeit aus bekannten Gründen ausfallen. Eine unschöne Zeit für die 40 Sängerinnen, die sich einmal die Woche getroffen haben. „Momentan probt jede für sich alleine, die Texte sind vorhanden, doch das ist einfach nicht dasselbe. Corona raubt uns momentan nicht nur das gemeinsame Singen, sondern ebenso den Spaß beim Proben“, bedauert die Vorsitzende.

Zusätzlich halten sie sich mit Hilfe einer WhatsApp-Gruppe auf dem Laufenden, doch das gemeinsame Singen, Auftreten und die Gemeinschaft fehlen immens. (Von Celina Lorei)

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