Die Lagerhalle der Raffeisen in Hünfeld ist dem Brand zum Opfer gefallen.
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Die Lagerhalle der Raffeisen in Hünfeld ist dem Brand zum Opfer gefallen.

Millionenhoher Sachschaden

Brand in Raiffeisen-Lagerhalle in Hünfeld: Feuerwehr wird Einsatz am Freitag beenden

In Hünfeld war am Montagabend des 3. August ein Großbrand ausgebrochen. Das Warenzentrallager der Raiffeisen in der Fuldaer Straße wurde ein Raub der Flammen. Nach Schätzungen der Polizei liegt der Sachschaden bei drei Millionen Euro. Die Beamten haben ihre Ermittlungen abgeschlossen und gehen nicht von Brandstiftung aus. Auch für die Feuerwehren wird der Einsatz am Freitag enden.

  • Sowohl in Lauterbach als auch in Hünfeld brannte es am Montagabend.
  • Das Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld stand in Flammen.
  • Schon vor einer Woche waren in Fulda-Kohlhaus und Petersberg-Steinau Lagerhallen in Brand geraten.
  • Die Fuldaer Polizei hat ihre Ermittlungen abgeschlossen und geht nicht von Brandstiftung aus.

Update vom 19. August, 16.35 Uhr: Nachdem die Polizei die Ermittlungen zu dem Brand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld abgeschlossen hat, neigt sich auch der Einsatz der Hünfelder Feuerwehren dem Ende entgegen. Ab Freitag soll, nachdem alle technischen und rechtlichen Klärungen erfolgt sind, der Abtransport der rund 2700 Tonnen Getreide aus dem abgebrannten Lager von Raiffeisen in der Fuldaer Straße beginnen.

Wie Stadtbrandinspektor Thorsten Rübsam in einer Mitteilung der Stadt Hünfeld erklärt, werden die Einsatzkräfte am Samstag wohl zum letzten Mal nach einem fast dreiwöchigen Dauereinsatz an die Brandstelle ausrücken, um möglicherweise noch letzte Brandnester abzulöschen. Seit dem großen Brand am 3. August waren die Hünfelder Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet täglich oft auch zwei Mal im Einsatz, um Brandwache zu halten und Glutnester zu bekämpfen.

Rübsam zeigte sich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit aller Feuerwehren im gesamten Hünfelder Stadtgebiet. Durch den Abtransport des Getreides könnten zeitweise noch einmal Geruchsbelästigungen entstehen. Allerdings sei das Ende nun absehbar, so Rübsam. Um das Getreide von möglichen belasteten Fremdstoffen zu reinigen, soll es vor Ort ausgesiebt und dann mit großen LKW abtransportiert werden. Das wird angesichts der großen Mengen noch mal bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen, schätzt der Stadtbrandinspektor.

Bürgermeister Benjamin Tschesnok bedankt sich bei den Hünfelder Feuerwehren für ihren langen und strapaziösen Einsatz in den letzten Wochen. Die Feuerwehren hätten nicht nur ihre Einsatzbereitschaft und professionelle Leistungsfähigkeit einmal mehr unter Beweis gestellt.

Update vom 15. August, 15.33 Uhr: Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen in Bezug auf den Großbrand im Hünfelder Raiffeisenlager abgeschlossen. Hinweise auf Brandstiftung seien dabei nicht gefunden worden, wie Sprecher Dominik Möller vom Polizeipräsidium Osthessen auf Anfrage betonte.

Unklar bleibt unterdessen die Brandursache. Die Kriminalpolizei hat laut Möller nach den polizeilichen Untersuchungen am Brandobjekt in dieser Woche keine Anhaltspunkte, weshalb am Montag vergangener Woche das Warenlager in der Fuldaer Straße, in dem vornehmlich das von den Landwirten der Region angelieferte Getreide deponiert war, ein Raub der Flammen wurde. Angesichts einer auffälligen Brandserie in der Region, als stets an Montagen binnen kürzester Zeit brennende Betriebe und Warenlager die Feuerwehren auf Trab hielten, nährten Spekulationen über vorsätzliche Brandlegung.

Das Ermittlungsergebnis der Kriminalpolizei wird jetzt an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. (hw)

Raiffeisen-Lagerhalle in Hünfeld brennt nieder - Feuerwehr noch Einsatz, Polizei äußert sich zu Ermittlungen

Update, 16.10 Uhr: Intensiver Brandgeruch wehte auch am Dienstag noch durch Hünfeld. Verkohlte Balken und deformierte Metallträger ließen erahnen, wie heftig es im Hünfelder Raiffeisenlager in der Fuldaer Straße am Abend zuvor gebrannt haben musste. Erst Dienstagnachmittag verließen die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brandort – vorläufig. „Kleinere Feuer brennen jetzt noch kontrolliert ab“, wusste Stadtbrandinspetor Thorsten Rübsam zu berichten.

Am Vormittag waren noch rund 20 Feuerwehrleute im Einsatz. Für die Nacht ist eine Brandwache vorgesehen. Und Rübsam glaubt, dass seine Kameraden auch noch in den nächsten Tagen präsent sein müssen.

Hilfe von der Bundespolizei: Mit vereinten Kräften ist der Großbrand bekämpft worden.

Erst wenn alle Glutnester verschwunden sind und die große Hitze auf dem Terrain gewichen ist (das Wetter wird wohl dabei nicht mithelfen) und erst wenn auch die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind, können die Entsorgungsfirmen anrücken – und die Bagger, denn das teilweise eingestürzte Gebäude muss komplett abgetragen werden. Bei den Löscharbeiten in der Nacht zuvor hatten die Wehrleute Unterstützung durch zwei Wasserwerfer der Bundespolizei erhalten, die glücklicherweise zu dieser Zeit in Hünfeld „in der Garage“ standen.

Der Brand in Hünfeld hat hohen Schaden angerichtet.

Die Raiffeisen Waren GmbH kann die genaue Schadenhöhe derzeit noch nicht benennen, geht aber in einer Mitteilung von einer „mittleren Millionensumme“ aus. Es sei noch zu früh, die Mengen etwa an Getreide, die ein Raub der Flammen wurden, exakt zu beziffern, wie Raiffeisen-Regionalleiter Frank Gollbach betonte. Nun gelte es, die Kunden weiter zu versorgen: „Gerade während der Ernte ist solch ein Brand eine Herausforderung.“

Die Annahme der Ware solle aber in gewohnter Art und Weise weiterlaufen. Zudem würden die umliegenden Agrarstandorte Eichenzell, Großenlüder und Eiterfeld den Standort Hünfeld unterstützen. Der Baustoffmarkt sei wie gehabt geöffnet. Gesichert wurden nach Feuerwehrangaben 60 000 Liter Dieselöl, die von den Tanks nahe der Brandstelle umgepumpt und abgefahren wurden.

Großbrand bei Raiffeisen in Hünfeld: Polizei hat keine Hinweise auf Brandstiftung

Der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Fulda und Eisenach war und ist auch am Dienstag noch eingeschränkt. Die starke Hitzeentwicklung während des Brandes hatte, wie Hünfelds Stadtbrandinspektor Rübsam berichtet, auf einer Länge von ungefähr 150 Metern ein entlang des Gleiskörpers liegendes Steuerkabel beschädigt. Ein Reparaturzug der Bahn schaffte Abhilfe und kontrollierte überdies den Zustand der Oberleitung.

Der Brand in Hünfeld hat hohen Schaden angerichtet.

Wie das Polizeipräsium Osthessen mitteilt, hätten sich bei dem Brand in Hünfeld im Rahmen der bisherigen polizeilichen Ermittlungen keine Anhaltspunkte auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben. An Spekulationen will sich Raiffeisen-Regionalleiter Frank Gollbach nicht beteiligen. Er sagt aber: „Ich kann bei uns zu 99,9 Prozent Fremdverschulden ausschließen – weil die Halle verschlossen war, und weil unser Siloleiter und ich uns noch auf dem Gelände befunden haben.“

Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) dankte den Einsatzkräften: „Es war sicher eine sehr schwierige Brandbekämpfung. Ich bin sehr froh, dass dank des Mutes und der Professionalität der Feuerwehren ein noch schlimmeres Szenario verhindert werden konnte.“

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Der Brand in Hünfeld hat hohen Schaden angerichtet.

Großbrand in Hünfeld: Tatort ist beschlagnahmt

Update, 11.58 Uhr: „Auch wenn die genaue Brandursache derzeit noch unklar ist, haben sich im Rahmen der bisherigen polizeilichen Ermittlungen keine Anhaltspunkte auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben“, gab das Polizeipräsidium Osthessen in einer Pressemitteilung bekannt. Die Brandursachenermittler der Fuldaer Kriminalpolizei werden ihre Untersuchungen voraussichtlich Anfang nächster Woche durchführen. Bis dahin bleibt die Brandstelle in Hünfeld beschlagnahmt.

Der Brand in Hünfeld hat hohen Schaden angerichtet.

Die Fuldaer Polizei gab außerdem bekannt, dass es auch beim Großbrand in Fulda-Kohlhaus keine Anhaltspunkte auf eine vorsätzliche Brandstiftung gebe. In der Christian-Wirt-Straße haben Experten der Kriminalpolizei ihre Untersuchungen am Brandobjekt in der Christian-Wirth-Straße durchgeführt und abgeschlossen. Dort ist die Brandursache ebenfalls weiter unklar. (sec)

Update, 8.21 Uhr: Der Brand des Warenzentrallagers der Raiffeisen konnte am Montagabend nach gut zwei Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Wie der Stadtbrandinspektor Thorsten Rübsam vor Pressevertretern erläuterte, hatte die Einsatzleitung zudem die Bundespolizei um Unterstützung gebeten: Sie rückte mit zwei Wasserwerfern an, um möglichst viel Wasser durch das Dach in das Gebäude zu bringen.

Die Löschwasserversorgung sei reibungslos verlaufen, erläuterte Rübsam: Mit drei Schläuchen sei Wasser aus der Haune an den Brandort geführt wurden, zudem hätten die Stadtwerke die Versorgung der Hydranten sichergestellt. Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Landrat Bernd Woide (beide CDU) verschafften sich am Brandort einen Eindruck vom Ausmaß des Unglücks. Die Malteser stellten die Getränkeversorgung der Einsatzkräfte sicher.

Die Feuerwehr Hünfeld war mit insgesamt 80 Einsatzkräften aus sieben Abteilungen am Brandort. Weitere fünf Abteilungen könnten nachalarmiert werden, sagte Rübsam noch am Abend. Polizei und Rettungsdienst unterstützen die Feuerwehr. (zi)

Flammen richten einen Millionenschaden an: Feuer in Raiffeisen-Lagerhalle in Hünfeld

Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld.
Großbrand im Warenzentrallager der Raiffeisen in Hünfeld. © Fuldamedia
Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Einsatzkräften an der Brandstelle.
Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Einsatzkräften an der Brandstelle. © Fuldamedia
Die Feuerwehr musste Dutzende Propangasflaschen aus der Lagerhalle in Sicherheit bringen.
Die Feuerwehr musste Dutzende Propangasflaschen aus der Lagerhalle in Sicherheit bringen. © Fuldamedia
Mit einer Drehleiter versuchen die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Mit einer Drehleiter versuchen die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle zu bringen. © Hartmut Zimmermann
Brand Raiffeisen Hünfeld Rauch
Weithin ist der Brand in Hünfeld sichtbar. © Thomas Schafranek
Lagerhalle von Raiffeisen in Hünfeld brennt.
Die Lagerhalle von Raiffeisen in Hünfeld brennt. © Tobias Konrad
Die Rauchsäule nach dem Großbrand in Hünfeld von Großenbach aus.
Kilometerweit ist die Rauchsäule zu sehen. Dieses Foto ist von Großenbach aus aufgenommen © Christine Hieret

Lesen Sie hier: Der Brand in Fulda-Kohlhaus zog viele Schaulustige an. Und: Die Feuerwehren mussten bei den Bränden einen logistischen Spagat machen.

Update vom 3. August, 21.53 Uhr: Bei dem Gebäude handelt es sich laut Polizei um eine 150 mal 50 Meter große Lagerhalle für Baumaterialien. Die Halle sei inzwischen teilweise eingestürzt.

„In unmittelbarer Nähe zum Brandort befinden sich Flüssigtanks, in denen 120.000 Litern Heizöl gelagert werden“, teilt die Polizei mit. Diese Tanks werden derzeit von der Feuerwehr gekühlt und mittels Wärmebildkamera überwacht, heißt es. Explosionsgefahr bestehe nicht.

Raiffeisen-Lagerhalle in Flammen: Großbrand richtet drei Millionen Euro Schaden an

Die Feuerwehren der Stadt Hünfeld und den umliegenden Orten werden von zwei Wasserwerfern der Bundespolizei unterstützt. Die Löscharbeiten dauern noch an. Personen nach derzeitigem Stand nicht verletzt.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf drei Millionen Euro. Wie es zu dem Brand kommen konnte, und wo er ausgebrochen ist, ist bislang unklar.

Die Lagerhalle von Raiffeisen in Hünfeld brennt.

Update vom 3. Augsut, 20.26 Uhr: Während die Löscharbeiten andauern, hat der Brand auch Auswirkungen auf den Zugverkehr: „Die Bahnstrecke zwischen Fulda und Hünfeld ist seit 19.24 Uhr gesperrt“, berichtet ein Polizeisprecher.

Zahlreiche Feuerwehren aus der Umgebung sind vor Ort. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte kann von der Lagerhalle vermutlich nicht viel gerettet werden. Die Feuerwehr konzentriert sich darauf, einen benachbarten Neubau und eine Solaranlage zu schützen. Außerdem muss ein angrenzender Öltank stark abgekühlt werden.

Die Feuerwehr holte Dutzende Propangasflaschen aus der Lagerhalle. Laut Reportern vor Ort war eine Wand der Halle eingestürzt.

Erstmeldung vom 3. August, 19.07 Uhr:

Hünfeld - Die Leitstelle meldete den Brand in Hünfeld gegen 18.45 Uhr. Schon aus weiter Entfernung sind die Rauchwolken sichtbar. Flammen schlagen aus dem Dach der Lagerhalle.

Die Feuerwehr sowie die Polizei sind mit einem Großaufgebot am Einsatzort. Wie die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, steht das Dach des Warenzentrallagers der Raiffeisen in Brand.

„In der Nähe befindet sich ein Heizöltank“, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen. Allerdings gehe von dem Tank aktuell keine Gefahr aus.

In der betroffenen Halle war hauptsächlich Getreide gelagert worden, insbesondere Weizen und Raps. (lio)

Lesen Sie hier: Am vergangenen Montag hatte eine Lagerhalle in Fulda in Flammen gestanden. Dort suchen die Ermittler jetzt nach der Brandursache. Und: Schockmeldung für die Feuerwehr Hofbieber: Einsatz auf dem eigenen Gelände.

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