Ellbogengruß nach der Vereidigung zum ehrenamtlichen Stadtrat: „Geburtstagskind“ Jürgen Bohl (rechts), mit Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell.
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Ellbogengruß nach der Vereidigung zum ehrenamtlichen Stadtrat: „Geburtstagskind“ Jürgen Bohl (rechts), mit Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell.

Personalfragen geklärt

Grüne nicht im Magistrat - Konstituierende Sitzung der Hünfelder Stadtverordneten

  • Harry Wagner
    vonHarry Wagner
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Die Hünfelder Stadtverordnetenversammlung kann für die kommenden fünf Jahre ihre Arbeit aufnehmen. Bei der konstituierenden Sitzung im Kolpinghaus wurden dafür die Weichen gestellt und unter anderem sämtliche Personalfragen geklärt.

Hünfeld - Nachdem die Gültigkeit der Kommunalwahl sowohl für die Stadtverordnetenversammlung als auch für die Ortsbeiräte durch das 33 Vertreter umfassende Gremium bestätigt wurde, begann der Wahl-Marathon. Dieser wurde zum Großteil vom alten und neuen Stadtverordneten-Vorsteher Berthold Quell (CDU) geleitet. Ihn hatte das Gremium zuvor einstimmig wiedergewählt. Bis es soweit war, oblag Wolfgang Michel (CWE) die Versammlungsleitung, dem nach dem aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Dieter Steinacker (FDP) und Berthold Quell an Jahren ältesten Stadtverordneten.

Quell, Oberhaupt des Gremiums, seit mehr als 40 Jahren dabei und damit dienstältester Mandatsträger, wurde vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Steffen Diegmüller als „stets überparteilich und geradlinig“ wertgeschätzt. Er bedankte sich für den Vertrauensvorschuss „auch durch die neuen Mandatsträger“ und äußerte die Hoffnung, dass sich die Hünfelder Stadtverordnetenversammlung ihre „positive Debattenkultur“ bewahrt: „Wir streiten uns in der Sache, aber wir diffamieren niemanden“. Bürgermeister Benjamin Tschesnoks Anmerkung, dass es „die Hünfelder DNA“ sei, hart in der Sache zu ringen, am Schluss aber an einem Strang zu ziehen, ging in dieselbe Richtung. Die Stellvertreter Quells in der kommenden Wahlperiode sind Steffen Diegmüller, Manuela Kalb, Helmut Kremer (alle CDU), Daniel Vogel (FDP) und Dr. Gunther Mertens (Grüne). (Lesen Sie hier: Viel Verkehr in Hünfeld: Umleitung durch Innenstadt sorgt für Unmut bei Anwohnern).

Hünfeld: Grüne nicht im Magistrat - Konstituierende Sitzung der Stadtverordneten

Zentraler Punkt des Abends war die Neubesetzung des Magistrats mit den ehrenamtlichen Stadträten. Der Stadtverordnetenversammlung stehen sechs Sitze an der Seite der „Hauptamtlichen“, Benjamin Tschesnok (CDU) und Erster Stadtrat Stefan Schubert (CDU), zu. Bei der geheimen Wahl wurden die drei CDU-Vertreter Martina Sauerbier, Karin Grosch und Gerhard Hohmann für weitere fünf Jahre bestätigt. Neu im Magistrat sind Jürgen Bohl (CDU) sowie Bernhard Biedenbach (CWE) und Peter Helm (SPD). Die nach einer fünfjährigen Pause wieder in die Stadtverordnetenversammlung eingezogene Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen musste hier die erste Abstimmungniederlage quittieren – ihre Vorschlagsliste erhielt die wenigsten Stimmen, und so wird die einstige Öko-Partei auch nicht im Magistrat vertreten sein.

Für die dorthin „aufgestiegenen“ Stadtverordneten rücken bei der CDU Christina Hohmann, Jennifer Ebert und Erik Krimmel in die Versammlung nach, bei der CWE ist es Ingrid Braun.

Konstituierende Sitzung der Stadtverordneten: Vereidigung der neuen Magistratsmitglieder

Feierlich, so feierlich wie es in Corona-Zeiten eben werden kann, gestaltete sich dann die Ernennung und Vereidigung der neuen Magistratsmitglieder durch Berthold Quell und den Bürgermeister, der zu diesem offiziellen Anlass seine Amtskette überstreifte. Dazu wurden Geschenke, vorwiegend in flüssiger Form, verteilt. Der obligatorische Händedruck oder gar die Umarmung entfielen, stattdessen gab es den Ellbogengruß. Besonders zahlreich waren die Glückwünsche an das neue Magistratsmitglied Jürgen Bohl, der der Versammlung am Tag seines 60. Geburtstags beiwohnte.

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