Archivfoto: Lukas Arndt

DRK Hünfeld hält Tafel und Tagespflege offen – umfangreiche Angebote und Hilfen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Die Hünfelder Tafel in der Brunnenstraße bleibt bis auf Weiteres offen. Dies kündigten der Koordinator der Tafel, Rudi Köhl, und DRK-Präsident Dr. Erhard Fennel am Freitag an. Darauf weist die Stadt Hünfeld in einer Pressemitteilung hin.

Allerdings sollen die Tafelkunden vor der Einrichtung vorsorgt werden, um die Helfer möglichst gut zu schützen. Dazu trägt auch das schon bislang praktizierte Modell bei, die Waren für die Kunden in Kisten zusammen zu stellen.

Option Bringdienst

Sollte es zu einer Ausgangssperre kommen, überlegt das DRK einen Bringservice anzubieten, um die Menschen weiter zu versorgen. Dankbar ist das DRK dabei dem Verein Fuldaer Köche e. V., der sich bereit erklärt hatte, weitere Helfer für die Einrichtung zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung für die Aufrechterhaltung dieses wichtigen Versorgungsangebots sei nun die weitere Verfügbarkeit der notwendigen Lebensmittel, so das DRK.

Die Leitungsgruppe des DRK-Kreisverbandes hat einen Pandemie-Plan in Kraft gesetzt, der auch zum Ziel hat, die Haupt- und ehrenamtlichen Helfer zu schützen, um die Einsatzfähigkeit insbesondere des Rettungsdienstes und des Notarztdienstes, aber auch weiterer Personen, die zur sogenannten „kritischen Infrastruktur“ gehören wie Katastrophenschutz und Helfer zu gewährleisten. Dem Krisenstab gehören neben dem Präsidenten die Kreisbereitschaftsleiterin Natascha Jansky und der Leiter des Rettungsdienstes, Steffen Diegmüller, an.

Kooperation mit Fulda

Dankbar ist das DRK Hünfeld für die enge Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Fulda, der mit seinen größeren personellen Ressourcen den Hünfelder Verband unterstützt. So wird durch das Fuldaer DRK ein Online-Portal unter www.drk-fulda-hilft-helfen.de eingerichtet, an das sich auch Menschen aus dem Hünfelder Land wenden können. Hier werden derzeit unter anderem Anbieter aufgelistet, die ihre Waren auch liefern können. Angedacht ist bereits eine Erweiterung, falls die bestehenden Netzwerke, etwa die Nachbarschaftshilfe, nicht mehr genutzt werden können. Dann könnten auch Helfer des DRK bedürftige Menschen beliefern.

Daneben wird eine eigene dezentrale Versorgungsstruktur durch die DRK-Kreisbereitschaftsleitung in Verbindung mit den Ortsverbänden aufgebaut, durch die bereits häusliche Versorgungen in Hünfeld durchgeführt wurden.

Die Verteilung der durch das Fuldaer DRK organisierten Einkäufe soll im Gebiet des DRK-Kreisverbandes Hünfeld ebenfalls über diese ortskundigen Helfer erfolgen, die die Waren in Fulda abholen. Die Ortsverbände Buchfinkenland und Hünfeld haben dazu bereits Helfer organisiert, die ab der kommenden Woche zur Verfügung stehen. Für die konkrete Ausgestaltung dieser Aufgabe wird noch die ein oder andere Detailfrage geklärt, die sich auf die maximalen Schutzmaßnahmen für Helfer und Kunden beziehen.

Das DRK will möglichst weitgehend einen bargeldlosen Zahlungsverkehr über Rechnung oder elektronische Zahlung umsetzen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Zunächst bestehe die Möglichkeit, das Geld in einem Umschlag kontaktfrei zu übergeben. Gegenwärtig werde mit örtlichen Supermärkten besprochen, inwieweit diese gleich im Laden Einkäufe zusammenstellen können, die dann von den Helfern übernommen werden.

Hotline

Daneben soll es montags bis freitags jeweils von 9 bis 17 Uhr eine Hotline beim DRK in Hünfeld unter der Rufnummer (0 66 52) 96 70 24 geben, an die sich ältere Menschen und andere Hilfsbedürftige wenden können. Natürlich stehe zudem immer die Zentrale unter 96 7 00 zur Verfügung.

Das Angebot Essen auf Rädern bleibt weiterbestehen, der Kreisverband richtet sich derzeit auf eine verstärkte Nachfrage ein.

Für die Kunden geschlossen ist dagegen der Kleiderladen, die Helferinnen bereiten dort allerdings weiterhin Kleiderspenden auf.

Tagespflege bleibt

Offen bleibt nach intensiver Prüfung zunächst auch die DRK-Tagespflege, allerdings unter verschärften Hygienebedingungen, um Gäste und Mitarbeiter zu schützen.

Der Jugendtreff ist zwar geschlossen, dennoch versuchen die Sozialarbeiter per Handy, Chat und anderen elektronischen Wegen, während der bisherigen Öffnungszeiten vor allem für die Jugendlichen weiter zur Verfügung zu stehen.

Helfer willkommen

Das DRK hofft, ein ganzes Netzwerk aufbauen zu können, weitere Helfer und Partner seien stets willkommen, um eine möglichst flächendeckende Versorgung aufzubauen. Fennel denkt dabei unter anderem an Kooperationspartner wie Kolpingfamilien, Kirchengemeinden, Verbände, aber auch einzelne Helferinnen und Helfer.

Besondere Aufmerksamkeit brauchen derzeit auch die Flüchtlingseinrichtungen, wo die Menschen besonders informiert und betreut werden müssen. Auch die Beratungsstelle für Geflüchtete steht weiterhin telefonisch für Ratsuchende zur Verfügung. / zi

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