Der 60-jährige E-Bike-Fahrer mit seinen beiden Lebensretterinnen
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Der 60-jährige E-Bike-Fahrer mit seinen beiden Lebensretterinnen: Krankenschwester Bianka Schlotzhauer (links) und Krankenschwester Sandra Heim.

In der Helios Klinik

Nach Herzstillstand bei Point Alpha: E-Bike-Fahrer dankt seinen Lebensrettern

Der 60-jährige Radfahrer aus Hünfeld, der Ende Juli mit einem Herzstillstand bei Point Alpha zusammengebrochen war, traf zum ersten Mal wieder seine beiden Lebensretterinnen.

Hünfeld - Das Rad am Fahrbahnrand verhieß nichts Gutes: Der Mann stürzte offensichtlich vom Fahrrad in den Seitengraben und blieb verletzt liegen. Ersthelfer fanden ihn und griffen sofort ein: Sie hielten an der Unfallstelle an, leiteten gegenwärtig Erste-Hilfe-Maßnahmen ein und setzten den Notruf ab. Als die Atmung des 60-Jährigen E-Bike-Fahrer aussetzte, begannen die Ersthelfer sofort mit der Herzdruckmassage, heißt es in einer Pressemitteilung der Helios Klinik.

Zu diesem Zeitpunkt kamen die beiden Krankenschwestern der Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld auf ihrem Weg zum Dienst zufällig an der Unglückstelle vorbei und sahen die Reanimationsmaßnahmen. Ohne zu zögern hielten sie an, um zu unterstützen. Mit Vehemenz setzten sie im Wechsel mit den anderen Ersthelfern die Herzdruckmassage fort, um die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken.

Hünfeld: Herzstillstand bei Point Alpha - E-Bike-Fahrer dankt Lebensrettern

Auch als dieser ankam, griffen sie den Rettungskräften unter die Arme und setzten die Herzdruckmassage auf Anweisung des Notarztes hin weiter fort. So konnte die Versorgung lebenswichtiger Organe gewährleistet werden. Mit vereinten Kräften und unter Einsatz eines Defibrillators gelang es den Beteiligten schließlich, den Patienten soweit zu stabilisieren, dass er mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Fulda geflogen werden konnte. Dort wurde durch eine Herzkatheteruntersuchung ein Herzinfarkt diagnostiziert und mit zwei Stents versorgt.

„Es folgte eine tagelange intensivmedizinische Behandlung – eine für die betroffene Familie sehr aufreibende Zeit“, heißt es weiter. Nach etwa drei Wochen konnte der Verunglückte gemeinsam mit seiner Ehefrau eine Frührehabilitationsmaßnahme in einer Fachklinik antreten. Auch zu Hause werden die Reha-Maßnahmen noch weiter fortgesetzt. 

Persönlich „Danke“ sagen – das war dem 60-Jährigen ein großes Anliegen. Deshalb kam er gemeinsam mit seiner Frau in die Hünfelder Klinik, um seine beiden Lebensretterinnen zu treffen. Ihr Einsatz, ihre Professionalität hätten ihm ein zweites Leben geschenkt. Dafür sei er unendlich dankbar.

Zwar habe er selbst keinerlei Erinnerungen an den Unglücksfall, ihm hätten aber alle behandelnden Ärzte später bestätigt, dass er sein Leben und die Aussicht auf Besserung nur dem glücklichen Umstand zu verdanken habe, dass die beiden jungen Frauen und alle anderen Ersthelfer nicht gezögert, sondern wirkungsvoll Hilfe geleistet hätten.

Video: Was tun bei Herzstillstand? Fakten und Tipps

Den beiden Lebensretterinnen sowie dem Geretteten und seiner Frau standen bei der Begegnung die Tränen in den Augen. „Die beiden Krankenschwestern waren sehr glücklich und froh, dem 60-Jährigen in so guter Verfassung wieder begegnen zu können“, heißt es weiter. Schließlich hatten sie mit hohem körperlichen Einsatz und damals noch ungewissem Ausgang circa eine halbe Stunde lang um das Leben des Patienten gekämpft. „Durch diese Rettungsmaßnahme ist uns nochmal bewusstgeworden, wie wichtig Fortbildungen und praktische Übungen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung sind“, sagten beide Pflegekräfte.

Auch Klinikgeschäftsführer Sebastian Mock sprach den beiden Mitarbeiterinnen seine Anerkennung aus. „Voll Herzblut und mit hoher Professionalität haben Sie in dieser Situation reagiert und dadurch Leben gerettet. Das erfüllt mich mit Stolz“, sagte er. Ihm habe das Unfallgeschehen deutlich gemacht, wie wichtig die Fortbildung und das praktische Üben gerade bei diesem Thema seien – und das nicht nur für medizinisches Personal, sondern auch für Laien. (ah)

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