1. Fuldaer Zeitung
  2. Hünfelder Land

Kirchengemeinde Mackenzell möchte anbauen: „Wir zeigen im Zelt, was alles möglich wäre“

Erstellt:

Die Kirchengemeinde Mackenzell sucht nach passenden Räumlichkeiten. (Symbolbild)
Die Kirchengemeinde Mackenzell sucht nach passenden Räumlichkeiten. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

„Stell dir vor, es ist Kirchencafé. Es gibt Diskussionsrunden, Gruppentreffen, Kinderkirche. Aber wo?“ Die Kirchengemeinde Mackenzell stellt diese Frage und bezweckt damit etwas ganz Bestimmtes.

Mackenzell - Die Kirchengemeinde Mackenzell veranstaltet vom Samstag, 9. April, bis Ostermontag, 18. April, eine Aktion. Neben der Kirche wird ein Zelt aufgebaut sein, dort finden über zehn Tage hinweg täglich Veranstaltungen verschiedenster Couleur statt (Auszug siehe Infokasten. Der vollständige Kalender kann auf der Webseite mackenzell.de eingesehen werden). Die Aktion steht unter dem Motto „Pfarrsaal üben – kreativ, kontrovers, österlich“. Die Mackenzeller Kirche ist als Treffpunkt für Gottesdienste natürlich mit eingebunden.

Gemeinsam mit dem Förderverein St. Laurentius möchte die Kirchengemeinde zeigen, was alles möglich sein könne, wenn es passende Räumlichkeiten für die Kirchengemeinde gebe. Denn daran mangelt es ihrer Ansicht nach. „Wir wollen diese Notwendigkeit für Treffen und Veranstaltungen unterstreichen“, betont Diakon Helmut Kimmling.

Hünfeld: Kirchengemeinde Mackenzell möchte anbauen

Man habe in Mackenzell eine sehr aktive Gemeinde, die Leute seien bereit, mitzuziehen. Doch seitdem im Kindergarten eine weitere Gruppe eingerichtet wurde, scheidet auch der Raum aus, den die Senioren vorher als Treffpunkt genutzt hatten.

Dabei wolle man als Pfarrgemeinde gar keine Ansprüche in Sachen Kostenübernahme stellen, betonen Kimmling und der Vorsitzende des Fördervereins, Christoph Kleber. „Wir könnten einen Umbau finanzieren, aber dieser Vorschlag wird nicht wohlwollend begleitet“, beschreibt der Diakon aus seiner Sicht die Einstellung des Bistums Fulda zum Thema.

Programm

9. April: Kinderstunde zu Palmsonntag mit Selberbasteln von Palmsträußen. Osterkerzenverkauf.

10. April: Beisammensein mit Klostersuppe und Würstchen. Gedankenaustausch: Chancen für ein „soziales Dorf“.

11. April: Ostereierfärben

12. April: Osterputz

13. April: Spiel und Spaß, Frühstück der Kinder vom Osterputz, Basteln von Osterkarten und -anhängern. Bleibt die Kirche im Dorf? Fragen an Stadtpfarrer Müller.

14. April: Pflanzaktion zum „PfarrKinderGarten“.

17. April: Peace Jam – Musik gegen den Krieg.

Es gebe mehrere Optionen, doch favorisiert wird der Anbau an ein Gebäude in der Nachbarschaft (Johannesplatz), das derzeit dem Gesangsverein als Probenraum dient. „Natürlich wollen wir die Sänger nicht von dort vertreiben, das ist doch klar“, sagt Kimmling, der sich durch ein erweitertes Platzangebot eine Art Tagestreff für Senioren vorstellen könnte. Dieses Haus ist in Besitz der Kirchengemeinde, wird aber per Nutzungsvertrag noch bis 2035 von der Stadt Hünfeld verwaltet.

Stadtpfarrer Dr. Michael Müller erkennt den Raumbedarf der Mackenzeller Kirchengemeinde an. Allerdings sei es ja auch nicht so, dass sie auf der Straße stehe. Zudem sei eine kurzfristige Lösung kaum herbeizuführen. „Es gibt gute Gespräche. Und ich sehe auch einen Willen, sich zu einigen“, sagt Müller. Man dürfe aber auch nicht vergessen, dass das Bistum riesige Haushaltslöcher kompensieren müsse und zum Sparen gezwungen sei. (hw)

Auch interessant