Flankiert vom Kultur-Truck spielte der Liedermacher Hannes Kreuziger im Klosterpark vor Publikum.
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Flankiert vom Kultur-Truck spielte der Liedermacher Hannes Kreuziger im Klosterpark vor Publikum.

„Es war gigantisch“

Kultur-Truck macht Station im Hünfelder Klosterpark

  • Harry Wagner
    vonHarry Wagner
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Rund 70 Menschen genossen am Freitag im Hünfelder Klosterpark ein lange vermisstes Erlebnis: Live-Musik unter freiem Himmel, ein zwangloses Treffen im Zeichen der Kultur.

Hünfeld - Der Kultur-Truck der Familien Baitinger und Kreuziger hatte dort Station gemacht. Und pünktlich zeigte sich das Wetter in der Heimat der Baitingers von der besten Seite. „Es war gigantisch. Für uns war das wie ein Nachhausekommen. Ich hatte Tränen in den Augen“, sagte Daniela Baitinger.

Am E-Piano musizierte Hannes Kreuziger aus Potsdam, der Lieder mit deutschen Texten vortrug und betonte: „Kultur ist wichtig. Sie erreicht die Seelen, sie erreicht die Herzen“. Weil es zur Musik auch noch Redebeiträge gab, war die Veranstaltung als einstündige Versammlung unter Corona-Auflagen bei den Ordnungsbehörden angemeldet worden. Eine auf der Klosterstraße parkende Polizeistreife schaute sich das Geschehen jenseits des Zaunes interessiert an. (Lesen Sie auch: Podcast „Fulda Kultur“ hat sogar Hörer in Amerika)

Hünfeld: Kultur-Truck macht Station im Klosterpark

Im weitläufigen Klosterpark hatten es sich viele Zuhörer auf mitgebrachten Decken bequem gemacht oder lauschten auf den Sitzbänken an den Wegrändern den Musik- und Textbeiträgen. Daniela Baitinger ist begeistert: „Das Stadtcafé wäre zweimal ausverkauft gewesen. Und Hünfeld hat es möglich gemacht, dass wir trotz Bundesnotbremse auch die Genusskultur präsentieren dürfen. Die Reden sind intensiv und von einem tiefen Heimatgefühl getragen, und der Blick in die Runde beflügelt unser Tun. Die Stunde ist viel zu schnell um“, schreibt sie in ihrem Online-Tagebuch auf www.kulturtruck.de.

Die in einer großen, gusseisernen Pfanne schmorende Paella, die während der „Versammlung“ zubereitet wurde, fand beim Publikum ebenfalls Anklang. „Die Pfanne war am Schluss jedenfalls leer“, so Baitinger.

Der Kultur-Truck tourt derweil weiter durch Deutschland. In diesen Tagen sind die beiden Familien im Rheinland unterwegs, ehe es weiter nach Norddeutschland geht: „Wir haben uns die Stationen, auf denen wir zu Gast sind, bewusst ausgesucht. Wir wollten dorthin, wo es für uns einen persönlichen Bezug gibt.“ Für 21. Juni ist das Finale der Tour in Caputh bei Potsdam geplant.

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