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Messerattacke vor Hünfelder Bar: Laut Polizei nicht der erste Vorfall

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Laut Polizei kommt es vor der Hünfelder Bar öfter zu Straftaten. (Symbolbild) © Stefan Sauer/dpa

Zu einer schweren Körperverletzung war es vor gut zwei Wochen vor einer Bar in der Hünfelder Innenstadt gekommen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Fulda dauern an.

Hünfeld - Der Tat vorausgegangen war in der Nacht von Samstag, 9. April, auf Sonntag, 10. April, gegen 1.20 Uhr in einer Bar in der Großenbacher Straße in Hünfeld zunächst eine verbale Auseinandersetzung zwischen einem 18-jährigen und einem 19-jährigen Hünfelder.

Schließlich verlagerte sich die Diskussion vor die Bar, wo der 19-Jährige während einer körperlichen Auseinandersetzung den 18-Jährigen mit Reizgas verletzte. Weitere Personen gerieten zwischen die Streithähne, woraufhin der 19-Jährige ein Messer zog und vier Männer im Alter zwischen 20 und 34 Jahren verletzte. Diese wurden mit schweren Schnittwunden an Händen und Armen in Kliniken gebracht.

Wie die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Fulda auf Nachfrage erklärte, sei das Verfahren erst vor wenigen Tagen bei der Staatsanwaltschaft eingegangen und werde nun der zuständigen Sachbearbeiterin vorgelegt. Inhaltliche Angaben könnten daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden.

Hünfeld: Messerattacke vor Bar - Laut Polizei nicht der erste Vorfall

Die Polizei ließ nun verlauten, dass es sich dabei nicht um den ersten Einsatz in Zusammenhang mit dieser Bar in der Großenbacher Straße gehandelt habe. „Für das Jahr 2022 sind bei der Polizei bislang drei weitere Ermittlungsverfahren – in zwei Fällen wegen Körperverletzungsdelikten und in einem wegen eines Bedrohungssachverhalts – registriert worden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ein Vorfall habe sich direkt in der Bar ereignet, die zwei anderen im Nahbereich. Zudem sei es gelegentlich im Außenbereich der Hünfelder Bar durch „mutmaßliche Gäste zu Ruhestörungen gekommen“, erklärt die Pressestelle der Polizei.

Die Ordnungsbehörden der Stadt Hünfeld sowie der Besitzer der Bar stünden bereits im „regen und konstruktiven Austausch über mögliche Lösungen“, erklärt Helmut Käsmann, Pressesprecher der Konrad-Zuse-Stadt. Dabei gehe es unter anderem um die Frage der Vorverlegung der Sperrzeit sowie weitere Maßnahmen, „um mögliche Auseinandersetzungen künftig zu vermeiden“. Allerdings seien die Gespräche noch nicht abgeschlossen.

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