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Mehr als nur ein Verkehrsmittel: Neuer Citybus in Hünfeld eingeweiht

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Thomas Henkel von den Hünfelder Stadtwerken, Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Michael Schneider von der RhönEnergie freuen sich über den neuen Bus.
Thomas Henkel (von links) von den Hünfelder Stadtwerken, Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Michael Schneider von der RhönEnergie freuen sich über den neuen Bus. © Celina Lorei

Der neue Citybus rollt – am Dienstag gab Bürgermeister Benjamin Tschesnok den Startschuss für das neue Fahrzeug, das den Nutzern künftig mehr Platz und Komfort bietet.

Hünfeld - Pünktlich um 12.53 Uhr rollte der alte City-Bus zum letzten Mal auf den Bahnhofsvorplatz in Hünfeld. Nach neun Jahren und rund 400.000 gefahrenen Kilometern ist am Dienstag nun Schluss für ihn. Ob zum Einkaufen, zu einem Arzttermin oder um einfach in die Innenstadt zu gelangen – der Citybus wird vielfältig als Fortbewegungsmitteln von Senioren, aber auch Müttern mit Kindern genutzt. Insgesamt 14 Haltestellen sind auf dem Fahrplan vermerkt, auf Handzeichen hält er auch außerplanmäßig.

Unter der Woche ist der Bus immer von 8 bis 18.53 Uhr in der Hünfelder Innenstadt unterwegs; samstags zwischen 9 und 13 Uhr. Startpunkt ist der Hünfelder Bahnhof. Von dort aus fährt er entlang der Helios Klinik, durch das Tiergartenviertel, vorbei am Haune-Center und weiter in Richtung der JVA. Von dort findet er seinen Weg zurück durch die Innenstadt und in die andere Richtung. Eine Runde dauert etwa 53 Minuten. Der Fahrpreis beträgt 50 Cent.

Hünfeld: Neuer Citybus eingeweiht - Mehr als nur ein Verkehrsmittel

Absichtlich wurde das gewohnte Design des Busses beibehalten. „Die Menschen sollen ihren City-Bus weiterhin auf Anhieb erkennen können“, erklärt Helmut Käsmann, Pressesprecher der Konrad-Zuse-Stadt. Es handelt sich erneut um einen Niederflurbus, der das Einsteigen mit Rollstuhl oder Rollator deutlich erleichtert. Der neue Citybus verfügt neben 16 Sitzplätzen sowie 11 Stehplätzen über einen Platz für Rollstuhlfahrer, die dank einer kleinen Rampe bequem in das Fahrzeug gelangen. Die Anschaffungskosten betrugen rund 130.000 Euro.

Doch nicht nur als Fortbewegungsmittel wird der neue, konventionell angetriebene Citybus genutzt, wie Bürgermeister Benjamin Tschesnok schmunzelnd erzählt: „Ich bin bereits mehrfach aus Neugierde mit dem Bus eine Runde mitgefahren und dabei sehr schnell mit anderen Mitfahrern ins Gespräch gekommen.“ Manche nutzen die Fahrt im Bus, um einfach mal raus zu kommen, zu sehen, was in der Stadt passiert und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Angeboten wird der Fahrdienst bereits seit 1998. Seitdem ist auch die RhönEnergie Fulda als Dienstleister mit im Boot und stellt rund 13 Fahrer zur Verfügung, die sich abwechseln. Ganz ausgedient hat das alte Fahrzeug dennoch nicht. Es soll künftig als Reservefahrzeug im Fuhrpark bleiben, falls der neue Citybus wegen Wartungsarbeiten nicht zur Verfügung steht.

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