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Hünfeld rechnet mit steigender Nachfrage nach Kinderbetreuung – und will 300.000 Euro investieren

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Die Stadt Hünfeld sieht sich gut gerüstet was die Anzahl der Kindergartenplätze angeht.

Folgend lesen Sie eine Pressemitteilung der Stadt Hünfeld: Für Kinder in Hünfeld stehen nach heutigem Stand auch im Betreuungsjahr 2016/2017 ausreichend Kindergartenplätze zur Verfügung. Dies geht aus dem Bedarfsplan für die Hünfelder Tageseinrichtungen hervor, der jetzt durch den Magistrat der Stadt Hünfeld beraten wurde. Dennoch geht Bürgermeister Stefan Schwenk von einer weiter steigenden Nachfrage aus. Allein in den letzten drei Jahren seien durch Zuzüge rund 50 Kinder im Kindergarten- oder Krippenalter zusätzlich hinzugekommen. Dies gehe vor allem auf Zuzüge junger Familien zurück und sei nur zu einem kleineren Teil durch Flüchtlinge mit kleinen Kindern ausgelöst worden. Darauf wolle sich die Stadt Hünfeld einstellen, kündigt der Bürgermeister an. Geplant sei bei ausreichenden Nachfragen eine Erhöhung der Kapazität des Kindergartens in Kirchhasel, der angesichts der Kinderzahlen in den zurückliegenden Jahren auf eine Gruppe reduziert worden war. Geplant ist eine Ausweitung auf 50 Plätze. Voll ausgelastet sind die Betreuungseinrichtungen in der Villa Kunterbunt und im Spatzennest Michelsrombach, die gegenwärtig von insgesamt 58 Kindern unter drei Jahren besucht werden. Deshalb sieht der Entwurf des Haushaltsplan für das kommende Jahr Investitionen in einer Größenordnung von rund 300.000 Euro vor, um in der Kindertagesstätte Buchfinkenland ein weiteres Betreuungsangebot für unter Dreijährige zu schaffen. Zum heutigen Zeitpunkt, so der Bürgermeister, könne er nicht ausschließen, dass es auch in der Kernstadt noch zusätzlichen Bedarf geben wird. Deshalb werde die Stadt in Zusammenarbeit mit den kirchlichen und freien Trägern bei Bedarf sehr kurzfristig das Gespräch suchen, um noch zusätzliche Plätze auch in der Kernstadt zu schaffen. Außerdem kündige sich mittelfristig eine sehr große Investition in der Kindertagesstätte St. Jakobus an. Gemeinsam mit der örtlichen Kirchengemeinde als Träger sei das Gebäude auf den Prüfstand gestellt worden. Die gegenwärtigen Überlegungen reichten bis hin zu einem Ersatzneubau, kündigt der Bürgermeister an.

Der hohe Zuzug und die große Zahl an Kindern sei zunächst einmal eine sehr gute und erfreuliche Nachricht für Hünfeld, betonte der Bürgermeister. Allerdings würden Stadt und Träger damit aber auch vor neue Herausforderungen gestellt, die angenommen werden müssten.

Auch in der Tagespflege seien die bislang vorhandenen 67 Plätze gut ausgelastet. Deshalb sei es sehr wichtig gewesen, dass mittlerweile im Hünfelder Kinderhaus des DRK eine dritte Tagespflegeeinheit geschaffen worden sei. Auch hier müsse die Entwicklung genau beobachtet werden, um auf zusätzlichen Bedarf reagieren zu können. Gegenwärtig stehen in Hünfelder Kindergärten 469 Plätze, in Krippe 59 und in der Tagespflege 67 Plätze zur Verfügung. Weitere 4 Kinder im Kindergartenalter werden gegenwärtig auch in der Kindertagespflege betreut. In Schulbetreuungsergänzungsangeboten sind es an den Hünfelder Grundschulen gegenwärtig 132. Die Zahl dieser Plätze soll im kommenden Betreuungsjahr auf 150 ausgebaut werden. Weitere 5 Grundschulkinder werden im Rahmen der Kindertagespflege betreut.

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