An der Rückseite des Rathauses entsteht ein barrierefreier Zugang. / Foto: Sabrina Mehler

Hünfeld steck 4,7 Millionen Euro in Sanierung und Modernisierung seines „Wahrzeichens“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Hünfeld - In Hünfelds Innenstadt wird in den kommenden drei Jahren kräftig gebaut und investiert: In den Ausschusssitzungen dieser Woche hat Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) ein umfangreiches und ambitioniertes Gesamtkonzept vorgestellt, in das Rathaus, Stadtwerke, Stadtbibliothek und City-Parkhaus einbezogen wurden.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler

Schon vor zwei Jahren war ein Konzept zum Rathausumbau und zur neuen Nutzung des leerstehenden Gebäudes nebenan in der Mittelstraße 9, das bisher den Stadtwerken gehört, vorgestellt worden. Doch dieses ist mittlerweile vom Tisch: nicht umsetzungsfähig. Stattdessen liegt eine neue Machbarkeitsstudie von Architekt Charly Möller vor – und die hat es in sich. Die Bürger müssen sich bei ihren Besuchen in den öffentlichen Gebäuden Hünfelds künftig neu orientieren.

Ausgangspunkt des Konzepts war der Brandschutz im Rathaus, der bei Weitem nicht den Ansprüchen genügt. Eine Feuerwehrübung im vergangenen Jahr hatte gezeigt, dass die Personen in den Obergeschossen keine Chance hätten, das Gebäude im Ernstfall über die Treppe zu verlassen – geschweige denn die 200 Besucher bei den Rathausabenden und anderen Veranstaltungen. Zu den Maßnahmen gehört insbesondere die Schaffung eines zweiten Fluchtwegs über alle Geschossebenen. Das neue Brandschutzkonzept allein schlägt mit über einer Million Euro Kosten zu Buche. Und weil Schwenk auf das Motto „ganz oder gar nicht“ setzt, gehen die Maßnahmen weiter.

„Eine Summe, die einen zum Schlucken bringt“

Zweiter Punkt ist die Barrierefreiheit. Ein Zugang für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte wird auf der Rückseite, in der Rathausgasse, geschaffen. Dieser führt direkt auf ein Podest zwischen Keller und Erdgeschoss. Ein neuer Glasaufzug führt nach oben. Beim Eintreten vom Rathausplatz aus über die zu sanierende Treppen sollen Besucher dann in einem „freundlich gestalteten Vorraum“ stehen. Außerdem entstehen neue Besprechungs- sowie Kopierräume. Die Toilettenanlagen werden erneuert. Das stadtbildprägende Gebäude muss auch dringend energetisch saniert werden, die technischen Anlagen werden ebenfalls erneuert. Im Maßnahmen-Programm stehen weiterhin die Sanierung des Gesimses, durch das Feuchtigkeit eindringt, und die Erneuerung der Steigleitungen.

Das Haus Mittelstraße 9 wird gänzlich mit Büros bestückt. Hier zieht das Bürgerbüro ein, möglicherweise auch das Standesamt. Gleichzeitig ändert sich einiges für die Mitarbeiter, die künftig verstärkt in Teams arbeiten sollen, um „zukunftsfähiger zu werden“.

Rund 4,7 Millionen Euro sind – zunächst – für die Maßnahmen geplant. Dies sei eine Summe, „die einen zum Schlucken bringt“, sagte Schwenk. „Mit der Liquidität unserer Stadt sollte das aber kein Thema sein.“ Außerdem sei in den vergangenen Jahrzehnten nichts „Weltbewegendes“ am Rathaus getan worden, jetzt werde es einfach Zeit. „Das Rathaus ist das Wahrzeichen unserer Stadt. Wir müssen es erhalten.“ Die Stadt rechnet mit Fördergeldern aus Bundes- und Landesmitteln.

Den kompletten Artikel lesen Sie im E-Paper und in der Hünfelder Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren