Großenbach ist einer der Stadtteile, die nun dem Sternenpark angehören. / Foto: Hartmut Zimmermann

Hünfeld tritt dem Sternenpark bei: Zunächst mit sechs Stadtteilen

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Hünfeld - Hünfeld gehört jetzt auch – zumindest teilweise – dem Sternenpark Rhön an. Das hatten die Stadtverordneten kürzlich während ihrer Sitzung einstimmig beschlossen. Ziel ist es, die Lichtverschmutzung zu reduzieren und die öffentliche Beleuchtung zu optimieren.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler Dabei handele es sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung, heißt es in der Beschlussvorlage für die Stadtverordneten. Vorerst wird Hünfeld allerdings nicht mit dem gesamten Stadtgebiet dem Sternenpark Rhön beitreten, sondern nur mit jenen sechs Stadtteilen, die ganz oder teilweise im Biosphärenreservat liegen. Dies sind Malges, Roßbach, Kirchhasel, Molzbach, Großenbach und Mackenzell. Wie Pressesprecher Helmut Käsmann auf Anfrage erklärt, ist aber geplant, das Projekt später auch auf die anderen Orte zu erweitern, „wenn es sich als praktikabel und erfolgreich erweist.“ Allerdings sei es in der Kernstadt mit seinem Industriegebiet „ungleich schwerer“, die Kriterien zu erfüllen, zumal hier die Beleuchtung auch „von Dritten betrieben“ werde. Konkreter wird er nicht, damit dürften aber Einrichtungen wie etwa die Justizvollzugseinrichtung gemeint sein. Die sechs nun betroffenen Stadtteile gehören zur sogenannten Außenzone E2 im Biosphärenreservat Rhön: In dieser soll vermieden werden, dass zu viel Licht in die Pufferzone E1 strahlt. Durch den Beitritt stimmt die Stadt Hünfeld zu, dass sie bei der Neuerrichtung oder der Umrüstung von öffentlicher Straßenbeleuchtung einige Kriterien berücksichtigt. Insbesondere sollen „unnötig produzierte Lichtmengen“ vermindert werden, um eine natürliche Nachtlandschaft zu erhalten. So müssen vor allem Laternen eingesetzt werden, die nur eine bestimmte Fläche beleuchten – ohne Licht in den Himmel zu strahlen. In bebauten Gebieten sind die Kriterien etwas weniger rigoros. Kosten entstehen der Stadt Hünfeld durch den Sternenpark-Beitritt keine, so Käsmann. Denn die bestehende Beleuchtung werde nicht ausgetauscht, die Kriterien gelten erst für Neuinstallationen und Umrüstungen – „also dann, wenn zum Beispiel ein Neubaugebiet ausgebaut oder eine Straße umgebaut und im Zuge dessen eine neue Beleuchtung benötigt wird.“ Die Ortsbeiräte der betroffenen Orte waren zuvor um Stellungnahmen gebeten worden, die schließlich alle positiv ausfielen. Die Stadtwerke sollen das Projekt fachlich begleiten. Hünfeld unterstütze das Projekt Sternenpark gerne und damit eine nachhaltige Lichtnutzung, betont der städtische Pressesprecher. Zudem zeige sich die Stadt solidarisch mit Kommunen, die die Schutzgebiete ebenfalls umgeben. „Damit möchte die Stadt beitragen, dass diese erhalten bleiben oder sich sogar in ihrer Natürlichkeit verbessern.“

Das könnte Sie auch interessieren