Sammelten tatkräftig Päckchen und verluden diese in den Transporter: die Schülerinnen und Schüler der Wigbert- und Jahnschule.
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Sammelten tatkräftig Päckchen und verluden diese in den Transporter: die Schülerinnen und Schüler der Wigbert- und Jahnschule.

271 Pakete

Päckchenaktion von Kindern für Kinder: Wigbert- und Jahnschüler spenden Weihnachtsgeschenke

Schulsachen, Süßigkeiten und Spielsachen, liebevoll verpackt in einem Schuhkarton, schicken die Schüler der Wigbert- und Jahnschule an Kinder in Osteuropa, um ihnen in der Weihnachtszeit eine kleine Freude zu machen.

Hünfeld - Unter dem Dach des Weihnachtspäckchenkonvoi packen in Deutschland freiwillige Helfer in 400 Sammelstellen 53 Fahrzeuge, die am 5. Dezember nach Bulgarien, Rumänien, Moldawien und in die Ukraine fahren. Unter dem Motto „Kinder helfen Kinder“ packen Schüler Weihnachtsgeschenke für Kinder, die in Waisen- und Krankenhäuser oder Behinderteneinrichtungen leben. Auch Kindergartenkinder und Schüler, denen es nicht gut geht, dürfen sich freuen. (Lesen Sie hier: Millionenpublikum sieht Christmette aus der Stadtpfarrkirche in Hünfeld)

Allein der Ansporn anderen Schülern eine Freude machen zu wollen, ist sehr lobenswert, doch bedeutend war der Einsatz der beiden Schulsprecher, Amal-Sophie Atallah von der Wigbertschule, und Elias Witzel von der Jahnschule, die gemeinsam nach einer Sitzung des Kreis- und Stadtschülerrats beschlossen hatten, sich dieser Aktion anzuschließen und tatkräftig anzupacken.

Wigbert- und Jahnschüler spenden zu Weihnachten Päckchen an Kinder

„Wir haben in der SV darüber gesprochen, aber die Schüler haben das von sich aus an den Schulen organisiert. Wir Lehrer haben nur über den Landkreis Informationen zum Ablauf und den Kontakt zu Christiane Wingenfeld organisiert, die die Päckchen abholt“, erklärt SV- und Kreisverbindungslehrer Max Ostrowski.

Neben ihm waren die Lehrerinnen Kathi Hofmann und Iris Feik mit von der Partie. Die SV informierte die Schüler der beiden Schulen und verteilte Zettel, die auf die jeweiligen Päckchen geklebt werden müssen. Diese geben Aufschluss über das Alter und das Geschlecht des Empfängers.

„Wir haben das an unserer Schule zum ersten Mal gemacht und uns dabei an der Wigbertschule orientiert, die das in der Vergangenheit schon öfter organisiert hatte“, äußert sich Schulsprecher Witzel. Er war sehr erfreut, dass die Aktion Anklang bei seinen Mitschülern gefunden hatte. „Neben einem Päckchen konnten die Schüler zusätzlich eine kleine Geldspende machen, um die Helfer bei den Transportkosten zu unterstützen“, erklärte Schulsprecherin Atallah. Die Spende sei keine Pflicht, aber viele Schüler hätten sich daran beteiligt.

271 Päckchen auf dem Weg nach Osteuropa

Ein Meer aus in unterschiedlichstem Weihnachtsgeschenkpapier verpackten Päckchen schmückte am Freitagmorgen den Schulhof der Jahnschule. Insgesamt 271 Päckchen kamen zusammen. Die Lehrer sind sehr stolz auf ihre Schüler, besonders aber auf die Schulsprecher und die SV, die nicht lange gezögert und aus einer wichtigen Sache Ernst gemacht haben.

Bei eisigen Temperaturen warteten Schüler der beiden Schulen sowie Mitglieder der SV auf Christiane und Jürgen Wingenfeld, die mit einem Transporter kamen, um die Päckchen in die nächstgelegene Packstation nach Eisenach zu bringen. 

Seit einigen Jahren unterstützt Christiane Wingenfeld die Aktion durch ihren Einsatz beim Einsammeln der Päckchen. „Mir ist dieses Ereignis heilig und ich nehme mir sehr gerne die Zeit dafür“, sagt sie. Etwa 1000 Päckchen fasst der Transporter, der bei ihrer Ankunft an der Jahnschule schon zu dreiviertel voll war. Das bedeutet nicht nur viele Hände und Helfer, sondern auch viele glückliche Kinder im östlichen Teil Europas. Das sei Lohn für alles, so Wingenfeld. (Alisa Kim Göbel)

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