Gruppenbild mit dem zweiten hauptamtlichen Notarzt Lars Rommel (Zweiter von rechts) sowie von links: DRK-Rettungsdienstleiter Steffen Diegmüller, Kreisverbandsärztin Sonja Raschka, die leitende Notärztin Birgit Lehnhardt und DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Bott.
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Hünfeld freut sich über einen zweiten hauptamtlichen Notarzt, der in Lars Rommel (Zweiter von rechts) gefunden wurde. Von links: Steffen Diegmüller, Sonja Raschka, Birgit Lehnhardt und Stefan Bott.

Freude beim Roten Kreuz

Ein zweiter Notarzt für Hünfeld: DRK stellt Lars Rommel vor

  • Harry Wagner
    vonHarry Wagner
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Das Notarzt-Einsatzzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Hünfelder Helios-Kinik verfügt jetzt über einen zweiten hauptamtlichen Notarzt. Der Kreisverband stellte am Montag Lars Rommel vor.

Hünfeld- Der 46-jährige Intensivmediziner und Anästhesist Lars Rommel besetzt die Stelle seit 1. März – eine Stelle, für die der DRK-Kreisverband schlussendlich über seine Haushaltsplanung im vorigen Jahr Einigung mit den Krankenkassen erzielt hatte.

„Eigentlich müssten wir fünf Vollzeitkräfte haben, aber wir können zum Glück über Honorarärzte einen Ausgleich schaffen“, weiß Rettungsdienstleiter Steffen Diegmüller – auch wenn natürlich durch die Coronavirus-Pandemie der Notarzt deutlich seltener alarmiert wurde.

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Zweiter Notarzt: Einsatzzentrum an Helios-Klinik in Hünfeld ausgebaut

Im April 2020 hat es beim DRK in Hünfeld 35 Prozent weniger Einsätze als noch im Vergleichsmonat des Vorjahres gegeben. Von weniger Krankheitsfällen könne aber keine Rede sein. „Die Menschen hatten Angst, den Notarzt zu rufen und vielleicht ins Krankenhaus zu müssen“, glaubt Diegmüller, der betonte, dass der Standpunkt Hünfeld künftig auch Notarztfortbildungen anbieten will.

Die Leitende Notärztin Birgit Lehnhardt freut sich derweil auf ihren neuen Kollegen: „Wir kennen uns schon lange“. Und so kam Rommel auch durch sie ins Notfalleinsatzzentrum der Haunestadt und wies darauf hin, „dass man in dieser Funktion auch als Anästhesist arbeiten kann. Schließlich sind war ja außerdem trainierte Notfallmediziner.“

Und Birgit Lehnhardt ergänzt lachend: „Ich denke, dass wir uns sehr gut ergänzen. Ich bin ja manchmal etwas rebellisch, er eher ruhig“, sagt sie lachend.

Zur Person

Lars Rommel lebt mit Frau und zwei Kindern in Eschwege. Nach dem Studium in Göttingen arbeitete er in internistischen Abteilungen von Kliniken in Wolfsburg, Mühlhausen und Witzenhausen. 2006 kam er als Anästhesist ans Klinikum in Bad Hersfeld, ab 2009 war er Facharzt im Elisabeth-Krankenhaus Kassel , danach Oberarzt in Eschwege.

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