Hünfelder Flüchtlingsheim in Venedig: Stefan Wagner (links) und Carsten Trapp sind stolz. / Foto: privat

Hünfelder Flüchtlingsheim wird auf Architektur-Biennale in Venedig präsentiert

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Das deutsche Architekturmuseum realisiert im Deutschen Pavillon auf der 15. Architektur-Biennale die Ausstellung „Making Heimat. Germany, Arrival Country“. Mit dabei ist auch das Mackenzeller Büro Trapp Wagner mit der Flüchtlingsunterkunft, die seit 2015 in Hünfeld steht. Carsten Trapp und Stefan Wagner sind jetzt zur Eröffnung in die norditalienische Stadt gereist.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler Die 15. Architekturschau steht 2016 unter dem Motto „Reporting from the Front“ (Bericht von der Front) und ist noch bis zum 27. November geöffnet. Die 62 beteiligten Nationen sind mit eigenen Pavillons vertreten. Deutschlands Beitrag auf der Schau hat vor dem Hintergrund von Flucht und Zuwanderung den Titel „Making Heimat. Germany, Arrival Country“. Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt zeigt Vorschläge von Architekten und Städtebauern zur Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. Gezeigt werden viele Arten der Unterbringung: Container in Bremen, eine Leichtbauhalle in München – und eben die aus Modulen bestehende Unterkunft in Hünfeld. „Diese Beiträge werden dort nicht präsentiert wegen ihrer besonderen architektonischen Qualität“, erklärt Architekt Stefan Wagner, „sondern weil sie zukunftsweisende Projekte sind, mit denen auf die Flüchtlingssituation sehr schnell reagiert werden konnte.“ Imponiert hat den Architekten während ihres Venedig-Besuch insbesondere der Deutsche Pavillon: Aus dem denkmalgeschützten Gebäude sind im Vorfeld tonnenweise Ziegelsteine herausgebrochen worden. Das Haus steht jetzt weit offen. Für jeden. Rund um die Uhr. Die Organisatoren wollen damit ein Zeichen setzen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und für alle offen steht – so wie auch Hünfeld. Ab Februar 2017 soll die Schau auch in Frankfurt zu sehen sein. Mehr lesen Sie im E-Paper und in der Printausgabe der Hünfelder Zeitung.

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