Seit Mitte September ist das Hallenbad in Hünfeld wieder geöffnet.
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Seit Mitte September ist das Hallenbad in Hünfeld wieder geöffnet.

Nach Corona-Pause

Hünfelder Hallenbad ist geöffnet - aber: Ohne QR-Code bleibt die Schwimmbad-Schranke zu

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Nach der ausgefallenen Freibad-Saison kann man in Hünfeld seit Mitte September wieder baden gehen. Doch die coronabedingten Einschränkungen machen die Nutzung des Hallenbads schwieriger. Wohl dem, der ein wenig computerkundig ist.

Hünfeld - Mit einem unbeschwert-spontanen „Pack die Badehose ein!“ ist es nicht getan: Wer in diesen Zeiten in Hünfeld schwimmen gehen möchte, muss vorplanen. Denn aufgrund der Pandemie haben die Stadtwerke feste Zeitfenster eingerichtet, in denen jeweils höchstens 40 Menschen das Hallenbad benutzen können. Damit keine Badezeit „überbucht“ ist und auch jeweils die Personalien der Schwimmenden festgehalten sind, haben die Stadtwerke bei ihrem Internetauftritt im „Online-Shop“ ein entsprechendes Programm zusammengestellt, mit dem die Schwimmwilligen schließlich bis zur Kasse gelotst werden.

Im ersten Schritt muss man sich entscheiden, ob man an einem „normalen“ oder an einem Warmbadetag ins Wasser möchte und dann ein freies Zeitfenster finden.

Hallenbad Hünfeld: Viele Klicks notwendig für den Schwimmbad-Besuch

Unterwegs wird nicht nur nach den Personalien gefragt, sondern man muss auch bestätigen, weder selbst an Covid-19 erkrankt zu sein noch wissentlich Kontakt zu Infizierten gehabt zu haben. Wenn das geklärt ist, geht es zur Kasse. Aber bezahlt wird natürlich nicht im Hallenbad, sondern im Internet: Die Schwimmwilligen können sich zwischen Zahlung per Kreditkarte oder über Systeme wie Giropay, Paydirekt oder PayPal entscheiden. Mit dem Klick danach wird das Geschäft abgeschlossen – und kurz danach landet eine Mail mit den Eintrittsdaten auf dem Handy oder im Mail-Postfach des Rechners. Wer kein Smartphone nutzt, der benötigt daher noch einen Drucker, um das Blatt mit dem QR-Code ausdrucken zu können.

Ohne QR-Code kein Badevergnügen.

Denn das Schwarze-Punkte-Quadrat ist die eigentliche „Eintrittskarte“: Ein Gerät an der Sperre liest die Daten und öffnet – wenn man zur richtigen Zeit dort steht – die Sperre und damit den Weg zum Schwimmvergnügen. Aber Achtung: Den Ausdruck (oder das Handy) muss man auch beim Verlassen des Bads noch einmal zücken, damit die Sperre sich dann erneut öffnet. Auch im Bad gibt es Besonderheiten: Um Abstände zu gewährleisten, sind im Schwimmbecken eine schnelle und eine entspanntere „Kreisverkehrs-Bahn“ eingerichtet.

Nach Corona-Pause: Stadtwerke Hünfeld mit Besucher-Andrang zufrieden

Obwohl die Hürden auf dem Weg ins Wasser nicht ganz gering sind, ist man seitens der Stadtwerke bislang mit der Nutzung des Angebots zufrieden. „Die ersten beiden Wochen mit noch sommerlichen Außentemperaturen waren eher zurückhaltend“, berichtet Sprecher Helmut Käsmann. Derzeit liege die durchschnittliche Auslastung bei 50 Prozent. An den Warmbadetagen mittwochs und donnerstags sei der Besuch etwas stärker. Das Hygienekonzept werde von den Badegästen durchaus begrüßt, berichten die Stadtwerke. Wer angesichts der Internet-Hürden auf dem Weg zum Schwimmen Probleme habe und in der Familie oder der Nachbarschaft keine Hilfe finde, der könne sich in der Stadtwerke-Geschäftsstelle beraten lassen, teilte Käsmann mit.

Der Sprecher hatte auch noch eine gute Nachricht für alle, die beim Schwimmen Appetit bekommen: Vom 28. Oktober an ist das Hallenbad-Café wieder geöffnet.

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