Foto: Sabrina Mehler

Hünfelder Stadtverordnetenversammlung: Bürgermeister Schwenk überreicht Landesehrenbriefe

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Hünfeld - In der letzten Sitzung der Stadtverordneten in diesem Jahr wurden traditionell wieder Ehrenbriefe verliehen.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler

Fußballfreunden sei er ein vertrautes Gesicht, sagte Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) bei der Würdigung von Martin Gabriel: Von 2007 bis zu diesem Jahr sei er Vorsitzender des Sportvereins Hellas Michelsrombach gewesen. Dieser Sportverein sei – auch wenn es im Augenblick fußballerisch nicht ganz so erfolgreich laufe – ein hervorragender Botschafter für Michelsrombach, das Buchfinkenland und für ganz Hünfeld. Daran habe Gabriel einen ganz entscheidenden Anteil gehabt: „Ich kenne keinen anderen Verein, vielleicht mit Ausnahme des HSV, der so viel in den letzten Jahren und Jahrzehnten in den Ausbau und den Erhalt seiner Sportanlagen investiert hat“, lobte der Bürgermeister und nannte das gepflegte Sportlerheim , das Hauptspielfeld, das in den letzten Monaten erneuert worden sei, und der Bau eines Minisockerspielfeldes als Beispiele.

„Höchster Respekt“ für das Engagement

Aktuell sei der Verein ein Partner der Stadt bei der Herstellung einer sicheren Fußwegeverbindung zwischen Michelsrombach und Oberrombach. Der Verein schaffe nicht nur eine neue Barriere, sondern auch eine gepflasterte Umrandung, die von der Öffentlichkeit als Teil der neuen Fuß- und Radwegeanbinung genutzt werden kann. „Ich bin immer wieder beeindruckt über die Leistungsfähigkeit dieses Vereins, wenn es um Investitionen, aber auch, wenn es um das Zupacken bei Maßnahmen geht“, betonte Schwenk. All das funktioniere nur, wenn ein aktiver Vorstand vorangehe. Er beglückwünsche den Sportverein und den Michelsrombachern, einen so intakten und engagierten Verein in der Dorfgemeinschaft zu haben.

Nicht minder engagiert sei auch Karlheinz Fenske, der Vorsitzende des Trägervereins der Kindergruppe Villa Kunterbunt in Hünfeld. „In den sechs Jahren meiner Amtszeit konnte ich ihn stets als einen engagierten und verlässlichen Gesprächspartner erleben“, betonte Schwenk. Das Thema Kinderbetreuung und besonders Kinderkrippen sei ein sehr komplexes Thema, was die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Finanzierung und den Betrieb angeht. Fenske sei stets ein kompetenter Ansprechpartner und habe sich seinerzeit beim Bau der Villa Kunterbunt das Vertrauen der städtischen Gremien erworben.

Die hohe Akzeptanz bei den Eltern und das große Ansehen, das die Villa Kunterbunt auch über die Stadtgrenzen hinaus genieße, gebe Aufschluss nicht nur über die Arbeit der Erzieherinnen, sondern auch über die Arbeit des Vereins. Fenske sei nicht nur engagiert bei der Wahrung der pädagogischen Qualität, sondern auch bei Fragen einer wirtschaftlichen und effizienten Betriebsführung. Beides liege im Interesse der Stadt, die für die nicht durch Zuschüsse Dritter und Beiträge der Eltern gedeckten Kosten aufkommen muss, sowie im Interesse der Eltern, die ihre Kinder dieser Einrichtung anvertrauen. „Die Zusammenarbeit mit Ihnen war stets von konstruktiver Sachlichkeit geprägt“, so der Bürgermeister. Es verdiene „höchsten Respekt“, dass der Geehrte sich über einen so langen Zeitraum engagiere.

Änderung des Flächennutzungsplans und Bebauungsplans „Am Rößberg/Südlich Lichtweg“

Während der Stadtverordnetenversammlung wurden aber nicht nur Ehrenbriefe verliehen, auf der Tagesordnung standen auch einige Dinge zur Beschlussfassung. Die Stadtverordneten votierten für die Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans „Am Rößberg/Südlich Lichtweg“ in Großenbach. Da in dem Stadtteil bis auf wenige Baulücken keine Baugrundstücke mehr vorhanden sind, soll ein Baugebiet ausgewiesen werden.

Zunächst war es angedacht, eine noch freie Grundstücksfläche im Bereich St.-Antonius-Straße/Am Zaun für eine Bebauung zu erschließen. Der Erwerb konnte aber nicht realisiert werden. Zudem wäre eine Kanalerschließung aufwändig. Nun zeichnet sich ab, dass es eine Alternative im Bereich „Am Rößberg – Südlich Lichtweg“ gibt. Zwar ist Großenbach eingebettet in einem Biotopverbund, in dem sich Naturschutzgebiete, die Pflegezone des Biosphärenreservates Rhön und sonstige gescQhützte Bereiche befinden. Eine freie Grundstücksfläche mit einer Größe von circa 8000 Quadratmetern ist aber noch vorhanden, für die es keinen Gebietsschutz gibt.

Anfrage wegen beschädigten Fußwegs

Beschlossen wurde außerdem, die öffentliche Straßenreinigung auf die Straßen Panoramaring, Am Lerches, Spahler Weg und Dachshöhe auszuweiten.

Zudem gab es eine Anfrage der CDU zu Beschädigungen am Fußweg im Ludwig-Landau-Weg in Hünfeld. Wie Schwenk erklärte, werde der Bauhof die zwei Stellen im Bereich des Spielplatzes, die aufgrund von abfließendem Oberflächenwasser leichte Ausspülungen aufweisen, kurzfristig beheben. Eine weitere Anfrage der Union beschäftigte sich mit der Fahrbahnmarkierung in der Straße Liethring in Nüst. Laut Hessen Mobil soll die dort abgängige Markierung aus rechtlichen Gründen nicht erneuert werden, so Schwenk.

Das könnte Sie auch interessieren