Fotos: Tierschutzverein

Hünfelder Tierschützer verzweifelt: Viele Katzenbabys mit zerstörten Augen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober haben die Helfer des Hünfelder Tierschutzvereins einen Wunsch – einen Besitzer für zwei durch Katzenschnupfen (weitgehend) erblindete Kätzchen zu finden. „Wir finden im Moment wieder viele Katzenbabys ohne Augen“, berichtet Renate Beutler, Vorsitzende des Hünfelder Tierschutzvereins.

„Erst wenn es keine Rettung mehr gibt, werden wir benachrichtigt“, klagt Beutler. Bereits im Sommer berichtete der Tierschutzverein über die Katzen Masha und Finchen. Ihre vom Katzenschnupfen zerstörten Augen mussten leider in einer Operation, deren Kosten vom Verein getragen wurde, entfernt werden.

„Inzwischen geht es ihnen, bis auf die bleibenden Schäden, sehr gut“, sagt die Vereinsvorsitzende. Dennoch sei es schwer, für die beiden Tiere neue Besitzer zu finden. „Das zauberhafte Duo ist sehr lieb und sucht ein Zuhause bei liebevollen Menschen“, führt Beutler aus.

„Ganz wunderbare Katzen“

Finchen und Mascha wurden in einer Pflegestelle gesund gepflegt. Bei Finchen war ein Auge nicht mehr zu retten, und auch Masha wird noch ein Auge entfernt werden müssen. Sie kann aber schemenhaft sehen. „Beides sind ganz wunderbare Katzen, die sich selbstständig in der Wohnung bewegen können.“

Dabei könne relativ leicht verhindert werden, dass an Katzenschnupfen erkrankte Katzen erblinden. Man kann den „Tieren am Anfang mit einfachen Hausmitteln helfen, indem man die erkrankten Augen täglich mit klarem Wasser und schwarzem Tee auswäscht und gleichzeitig einen Tierschutzverein benachrichtigt“, erläutert Beutler.

Lebenslanges Leiden

„Katzenschnupfen ist kein Schnupfen, sondern eine schwere Erkrankung“, so die Vereinsvorsitzende. „Die, wenn sie fortgeschritten ist, tierärztlich behandelt werden muss. Die Katzen Masha und Finchen werden lebenslang unter den Folgen zu leiden haben.“

Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite des Vereins unter www.tierschutzverein-huenfeld.de oder bei einer telefonischen Beratung unter der Nummer 0179-1233264. / sar

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