Fotos: Sabrina Mehler

Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok hat Amtseid abgelegt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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HÜNFELD - Es war eine ungewöhnliche Veranstaltung in außergewöhnlichen Zeiten: Benjamin Tschesnok, designierter Bürgermeister Hünfelds, ist am Mittwochabend in der Stadthalle für sein neues Amt verpflichtet worden. Stefan Schwenk (beide CDU), der noch bis 31. März, sein Amt innehat, verabschiedete sich in einer bewegenden Rede.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler

„Das hätten wir uns sicher anders gewünscht“, sagte Benjamin Tschesnok, nachdem er vereidigt worden war, in einer kurz gehaltenen Rede. Angesichts der Corona-Krise sei heute nicht der Tag, um über seine Vorhaben und Visionen für Hünfeld zu sprechen. Erst mal müsse man sich um Stadt und Bürger kümmern, um diese Krise so gut wie möglich durchzustehen.

Es schmerze aber, dass Stefan Schwenk aufgrund der Schutzvorschriften keine Verabschiedung in einem gebührenden Rahmen erhalten könne. Tschesnok sprach seine große Anerkennung für dessen Verdienste aus. Er sei ihm unendlich dankbar für die vergangenen Wochen, in der Schwenk ihn auf das Amt vorbereitet habe. Und Tschesnok erklärte: „Du hast dir den Respekt und die Wertschätzung unserer Bürgerschaft redlich verdient.“

Mit Zusammenhalt die Krise überstehen

Der 36-Jährige bat die Mandatsträger, die Mitarbeiter, die Ortsbeiräte und alle anderen um „eine offene, faire und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohl unserer Stadt, zum Wohl aller Menschen, die hier leben“. Hünfeld könne die Corona-Krise durchstehen, „wenn wir zusammenhalten und jeder seinen Beitrag leistet“. Bei der Wahl im Herbst habe er einen großen Vertrauensvorschuss erhalten: „Das ist mir Ansporn und Verpflichtung, ihn jetzt zurückzuzahlen.“

„Ich war stolz, dass ich sechs Jahre lang in Hünfeld Verantwortung übernehmen durfte“, sagte der scheidende Stefan Schwenk. Er erinnerte an seinen Slogan, mit dem er seinerzeit zur Wahl angetreten war: „Gutes erhalten – Neues gestalten.“ In Hünfeld habe es viel Gutes gegeben, auch dank seines Amtsvorgängers. Es habe keine Schuldenberge gegeben, stattdessen eine überdurchschnittlich gute Infrastruktur.

Viele neue Dinge habe man auf den Weg bringen können. Das habe Zeit und Kraft gekostet. Für manche Aufgaben seien sechs Jahre zu kurz gewesen, um sie zum Abschluss bringen zu können, so Schwenk. Diese würden nun aber in guten Händen, in denen von Tschesnok, liegen.

Gemeinsame Lösungen finden

Zur „DNA von Hünfeld“ gehöre es, dass trotz aller kontroversen Meinungen stets gemeinsame Lösungen gefunden werden konnten, die von einer „hohen bürgerschaftlichen Akzeptanz getragen“ wurden, unterstrich Schwenk. „Ich habe stets versucht, mein Bestes zu geben“, erklärte er. Vieles hätte ohne andere aber nicht gelingen können. Der Bürgermeister dankte unter anderem den politischen Gremien, „meiner Partei, der CDU“ und seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

Dank ging auch an die Vereine und Organisationen, die unverzichtbar seien und die vor allem in dieser schwierigen Situation der Corona-Pandemie auch an die Schwächeren denken würden. Schwenk erklärte: „Als Bürgermeister war es meine Verantwortung, den Rahmen in Beton und Stein, in organisatorischen Strukturen und finanziellen Bedingungen zu gestalten. Sie mit Leben erfüllen, müssen aber die Menschen unserer Stadt selbst.“ Er gehe „mit ein bisschen Wehmut, aber vor allem mit großer Dankbarkeit“.

Amtsantritt am 1. April

Weitere Grußworte sprachen Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell, Erster Stadtrat Stefan Schubert, Personalrätin Angela Huber sowie die Fraktionsvorsitzenden Steffen Diegmüller (CDU), Hermann Quell (CWE) sowie Nicole Gardyan (SPD).

Geschenke gab es natürlich auch, unter anderem von allen vier Fraktionen einen Gutschein für sportliche Aktivitäten. Und Berthold Quell überreichte Nordic-Walking-Stöcke mit einem Beutel mit Schwartenmagen und Aha.

Benjamin Tschesnok tritt sein Amt am 1. April an.

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